Heute ist der 19.04.2026, und in der charmanten Stadt Wolgast hat sich kürzlich ein Ereignis zugetragen, das nicht nur die Herzen von Filmfans höherschlagen lässt, sondern auch das Interesse an Kunst und Antiquitäten neu entfacht. In der beliebten Trödelshow „Bares für Rares“ trafen sich die Persönlichkeiten Horst Lichter und Karsten Beischall, ein 55-jähriger Gerichtsvollzieher, der mit einer besonderen Geschichte um ein Gemälde aufwarten konnte.
Beischall, der nicht nur in seinem Beruf als Gerichtsvollzieher aus Wolgast tätig ist, sondern auch über eine beeindruckende Filmsammlung und ein eigenes Heimkino verfügt, brachte ein Gemälde von Theodor Rudolf Rocholl mit. Dieses Kunstwerk, das seiner Familie gehört, wurde 1923 geschaffen und zählt zur „Düsseldorfer Schule“. Expertin Friederike Werner bewertete das Gemälde als „schön“ und „impressionistisch“ und stellte fest, dass es sich in einem „sehr guten“ Zustand befindet. Beischall plant, das Gemälde dem Stadtmuseum Hofgeismar für die Ausstellung „Landlust“ zu verleihen, da es sogar als Motiv für das Ausstellungsplakat diente.
Ein Gentleman und sein Kunstwerk
Die Verbindung zu James Bond ist für Beischall nicht nur eine cineastische Leidenschaft. Er bewunderte vor allem den charismatischen Roger Moore, der nicht nur für seine Rollen bekannt war, sondern auch als Unicef-Botschafter einen bleibenden Eindruck hinterließ. Während Beischall für sein Gemälde einen Verkaufspreis von mindestens 3.000 Euro anstrebte, schätzte Werner den Wert jedoch auf 600 bis 800 Euro. Nach eingehender Überlegung akzeptierte Beischall die Bewertung und entschied sich, das Gemälde gleich auf der Rückfahrt an das Museum abzugeben.
Die Show hatte jedoch noch weitere spannende Objekte zu bieten. Ein Verkäufer brachte Dessous mit, die von Kim Basinger im James-Bond-Film „Sag niemals nie“ getragen wurden. Moderator Horst Lichter zeigte sich zunächst irritiert über dieses Verkaufsobjekt, das der Verkäufer 1989 bei einem Gewinnspiel gewonnen hatte. Diese Seiden-Dessous, die in den frühen 1980er-Jahren produziert wurden, waren trotz ihres Alters in relativ gutem Zustand, wiesen jedoch einige Löcher auf. Der Verkäufer wünschte sich zwischen 1.000 und 3.000 Euro, und die Experten schätzten ihren Wert auf mindestens 1.000 Euro, bevor ein Gebot von 1.750 Euro den Zuschlag erhielt.
Kunst und Film im Wandel der Zeit
In dieser Folge von „Bares für Rares“ wurden auch andere einzigartige Stücke präsentiert, darunter Schreibgeräte aus den Jahren 1910 bis 1940, die für 420 Euro verkauft wurden, sowie eine Murano-Glasvase aus den 1960er/70er-Jahren, die für 850 Euro ihren neuen Besitzer fand. Auch eine goldene und silberne Brosche mit Diamanten und ein Ölgemälde von Heinrich Petersen-Angeln fanden Käufer, was die Vielfalt und den Reiz der Antiquitätenwelt unterstreicht.
Allem voran verabschiedete sich Albert Maier, ein langjähriger Antiquitäten-Experte der Show, in den Ruhestand, was das Ende einer Ära markiert. Die Mischung aus Kunst und Film, gepaart mit persönlichen Geschichten, sorgt dafür, dass „Bares für Rares“ nicht nur eine Trödelshow bleibt, sondern ein Fenster in die faszinierende Welt der Geschichte und des Erbes öffnet.