Die Kurabgabe auf der beliebten Urlaubsinsel Usedom bleibt im Jahr 2026 stabil, was sowohl den Gästen als auch den Bewohnern zugutekommen wird. Nach den aktuellen Informationen von Ostsee-Zeitung beträgt die Kurtaxe in den acht anerkannten Seebädern auch im nächsten Jahr 2,80 Euro pro Person und Tag während der Hauptsaison. In der Nebensaison bleibt dieser Betrag bei 2,40 Euro.

Dieser stabile Kurs ist unter anderem auf die staatliche Anerkennung der 23 Gemeinden der Insel und der Stadt Wolgast als gemeinsame Tourismusregion zurückzuführen. Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden haben bereits bekräftigt, dass bis zum Jahresende weitere Beschlüsse zu erwarten sind. Besonders bemerkenswert ist, dass Kamminke ab 2026 keine Kurabgabe mehr erheben wird, während Peenemünde erst 2027 folgen wird.

Änderungen in Zinnowitz und Mobilitätsfragen

Zinnowitz hat zudem eine interessante Neuerung vorzuweisen: Ab Januar 2026 wird die Bahn in die Kurkarte integriert, und der Mobilitätsanteil steigt von 85 auf 90 Cent pro Gast und Tag. In Zinnowitz wird die Kurabgabe in der Hauptsaison bei 3,70 Euro liegen, in der Nebensaison bei 3,30 Euro. Der Bürgermeister Fred Kruggel hat in diesem Zusammenhang klargestellt, dass keine weiteren Erhöhungen der Kurabgabe geplant sind.

Ein leichtes Fragezeichen bleibt hinter der Rolle des Busverkehrs in der Kurabgabe. Die Konzession der Usedomer Bäderbahn läuft Ende 2025 aus, und ab dem 1. Januar 2026 übernimmt die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald den Linienverkehr. Aktuell laufen Gespräche mit den Gemeinden über die mögliche Einbindung der Busleistungen in die Kurabgabe. Zusätzlich wird im Januar 2026 der Ilse-Rufbus auf Usedom seine Dienste aufnehmen.

Vielfalt der Angebote durch die UsedomCard

Die Kurabgabe ist ein zentraler Bestandteil der Finanzierung für Strandpflege, kulturelle Angebote und die Mobilitätsinfrastruktur auf der Insel. Mit der beliebten UsedomCard haben Besucher und Bewohner die Möglichkeit, von einer Vielzahl von Vorteilen zu profitieren. Dazu zählen Rabatte bei zahlreichen Anbietern sowie der Zugang zu kostenlosen Veranstaltungen in den Seebädern. Die UsedomCard ist auch für Tagestouristen leicht erhältlich, sei es an den Promenaden oder in den Touristinformationen.

Im Rahmen der Kurabgabe stehen den Besuchern viele verschiedene Angebote zur Verfügung. Ob bewachte Strandnutzung, Nutzung von Spiel- und Ruheplätzen oder kostenfreie Besuche in der OstseeTherme – Usedom hat viel zu bieten. Die jährlich stattfindenden Events und die gepflegten öffentlichen Anlagen erhöhen den Reiz eines Aufenthalts zusätzlich. Auf Karlshagen kann man sich über weitere Details zur UsedomCard informieren, die auch Rabatte von bis zu 30 Prozent bei Vorteilspartnern bietet.

Besonders wichtig ist, dass für die Nutzung von Nahverkehrsdiensten mit der Karlshagener Kurkarte die Nutzung des Nordinsel- und Eventshuttles kostenfrei ist, auch wenn in anderen Ostseebädern eine Zusatzgebühr erhoben wird.

Die Kurabgabe auf Usedom stellt somit nicht nur eine finanzielle Grundlage dar, sondern auch einen Beitrag zum Erhalt der Infrastruktur und Angebotspalette, die den vielen Besuchern der Insel zugutekommt. Die aktuellen Regelungen und die bevorstehenden Änderungen zeigen, dass die Gemeinden ein gutes Händchen haben, um die Balance zwischen den Bedürfnissen der Gäste und der Einheimischen zu halten.