Braunschweigs Quantum-Pioniere: Zukunftstechnologien im Fokus!
Braunschweig prägt die Zukunft der Quantentechnologie: Parlamentarischer Abend und Neugründung des High-Tech Inkubators 2025.

Braunschweigs Quantum-Pioniere: Zukunftstechnologien im Fokus!
Heute wurde im Rahmen des Parlamentarischen Abends „Quantum Revolution – Mit Quanten die Zukunft gestalten“ in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin richtiger Rummel gemacht. Rund 220 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Industrie waren gekommen, um die neuesten Entwicklungen und Möglichkeiten im Bereich der Quantentechnologien zu erkunden. Wie braunschweig.de berichtet, gilt Braunschweig als ein wahres Zentrum der Quantenforschung, insbesondere in Verbindung mit dem Quantum Valley Lower Saxony (QVLS). Diese Region hat sich nicht nur als ein wichtiger Hub für innovative Start-ups erwiesen, sondern auch als Schlüsselakteur für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im globalen Markt.
Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum eröffnete die Veranstaltung und hob die herausragende Rolle der Region als Wissenschafts- und Innovationsstandort hervor. Grußworte kamen von Falko Mohrs, dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, sowie Dr. Alexandra-Gwyn Paetz vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Besonders spannend war die Eröffnungskeynote von Prof. Dr. Andreas Waag von der Technischen Universität Braunschweig, die sich mit den „Bausteinen für Deutschlands technologische Quanten-Souveränität“ beschäftigte.
Innovationen und Anwendungsbeispiele
Bei der Veranstaltung wurden unterschiedliche Anwendungsbeispiele der Quantentechnologie vorgestellt. Prof. Dr. Piet Schmidt von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) präsentierte die neuesten Errungenschaften bei Atomuhren, die weitreichende Potenziale für verschiedene Branchen eröffnen. Prof. Dr. Christian Ospelkaus von der Leibniz Universität Hannover zeigte, was mit „Quantencomputern Made in Niedersachsen“ möglich ist, während Dr. Nicolas Spethmann (PTB) über die Rolle von Innovationsökosystemen und Technologietransfer referierte.
Ein Highlight der Veranstaltung war die Präsentation von drei vielversprechenden Start-ups, die sich intensiv mit Quantentechnologien beschäftigen. Dr. Heiko Brüning von QubeDot sprach über die integrierte LED-Produktion, während Dr. Henning Hahn von QUDORA Technologies GmbH Einblicke in die Entwicklung von Ionenfallen-Quantencomputern gab. Die anschließenden Ausblicke führender Persönlichkeiten weckten große Erwartungen hinsichtlich der Zukunft dieser bahnbrechenden Technologien.
Hintergrund und Entwicklungen im Quantum Valley
Apropos Zukunft: Seit der Eröffnung des HighTech Incubators of Quantum Valley Lower Saxony im April 2024 arbeiten hier elf Start-ups aus dem Bereich der Quantentechnologien zusammen. Dieser Standort in den ehemaligen Rolleiwerken Braunschweig verfügt über etwa 500 Quadratmeter Büro- und Laborfläche und wurde mit über 4 Millionen Euro finanziert, wie quantumfrontiers.de berichtet. Ziel ist es, die Innovationskraft der Region weiter zu steigern und neue Technologien schnell zur Marktreife zu bringen.
Ein besonderes Augenmerk gilt den quantenoptischen Experimenten, die am Standort durchgeführt werden. Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bau und Digitalisierung Niedersachsen hat hierfür ab 2022 bis Ende 2024 die Finanzierung für weitere fachliche Entwicklungen zugesichert.
Das große Ganze
Weltweit stehen Quantentechnologien hoch im Kurs, und das nicht ohne Grund. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer ISI befasst sich mit den Innovationspotenzialen und Herausforderungen in diesem Bereich. Demnach ist Deutschland stark in der quantentechnologischen Forschung positioniert und hat einen signifikanten Anstieg bei transnationalen Patentanmeldungen verzeichnet. Allerdings, so warnen Experten, sind politische Maßnahmen zwingend notwendig, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Langfristige öffentliche Förderungen und die Unterstützung von Start-ups sind entscheidend, wie in der Studie angemerkt wird.
All in all wird deutlich: Die Synergien zwischen Forschung, Industrie und Politik sind der Schlüssel, um die Quantentechnologien nicht nur zu entwickeln, sondern auch in der Breite der Gesellschaft zu implementieren. Hier am Standort Braunschweig sind bereits die ersten Schritte in diese Richtung getan, und es bleibt spannend zu sehen, wie sich diese Technologien in den kommenden Jahren weiter entwickeln werden.