Katrin Rieke: Neue Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig!

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Katrin Rieke ist seit 1. Januar 2026 Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig und tritt die Nachfolge von Wolfgang Scheibel an.

Katrin Rieke ist seit 1. Januar 2026 Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig und tritt die Nachfolge von Wolfgang Scheibel an.
Katrin Rieke ist seit 1. Januar 2026 Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig und tritt die Nachfolge von Wolfgang Scheibel an.

Katrin Rieke: Neue Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig!

Zum Jahresbeginn 2026 gibt es in der niedersächsischen Justiz Neuigkeiten, die für frischen Wind sorgen: Katrin Rieke ist seit dem 1. Januar die neue Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig. Sie tritt die Nachfolge von Wolfgang Scheibel an, der am 31. Dezember 2025 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Die offizielle Bekanntgabe ihrer Ernennung erfolgte durch eine Pressemeldung des Oberlandesgerichts Braunschweig, in der Rieke ihre Freude über die bevorstehenden Herausforderungen äußert. Ein wichtiger Aspekt ihrer neuen Aufgabe wird es sein, ihre neuen Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen, was sie als essenziell für ihre künftige Arbeit erachtet, berichtet regional heute.

Riekes Karriere in der Justiz begann im Jahr 2000, und sie hat sich seither in mehreren Positionen einen Namen gemacht. So war sie unter anderem Richterin am Landgericht Hannover, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesgerichtshof sowie Richterin und später Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Celle. Zudem hatte sie verschiedene leitende Funktionen im Niedersächsischen Justizministerium inne, wo sie die Bereiche Personal, Haushalt und Organisation sowie Zivil- und Öffentliches Recht verantwortete. Vor ihrem Wechsel nach Braunschweig war sie Präsidentin des Landessozialgerichts Niedersachsen in Celle, eine Position, die sie seit September 2022 innehatte. Ihr Wechsel an das Oberlandesgericht erfolgt nicht zuletzt aus privaten Gründen und wegen ihrer Zugehörigkeit zur Ordentlichen Gerichtsbarkeit, ergänzt der Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen.

Herausforderungen und Erfolge in der Justiz

Während ihrer Amtszeit am Landessozialgericht hat Rieke bedeutende Fortschritte in der Digitalisierung der Fachgerichte vorangetrieben. Die Umstellung der niedersächsischen Sozialgerichte auf die elektronische Gerichtsakte war dabei ein Meilenstein, der im April 2024 mit dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen als letztem Sozialgericht abgeschlossen wurde. Ab Februar 2025 ist die eAkte an allen Sozialgerichten in Niedersachsen rechtsverbindlich, was bedeutet, dass keine Schriftstücke mehr ausgedruckt werden müssen. Das ist nicht nur eine technische Erleichterung, sondern auch ein Schritt hin zu einer nachhaltigeren Justiz, wie Rieke hervorhebt.

Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie auch die Herausforderungen des Personalabbaus in der Gerichtsbarkeit angesprochen. Ihre Nachfolgerin am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Lioba Huss, wird vorerst die Geschäfte leiten, während die Präsidentenstelle neu ausgeschrieben wird, was für Rieke ein weiteres Kapitel im Wandel der Justiz darstellt.

Digitalisierung als zukunftsweisendes Thema

Der Fokus auf digitale Lösungen ist ein zentrales Anliegen der Justiz in Deutschland. Der E-Justice-Rat, der 2025 eine umfassende Digitalstrategie beschlossen hat, zielt darauf ab, die Bürger*innen und Unternehmen durch digitale Einreichung und Verarbeitung von Anträgen besser in den Justizprozess einzubinden. Ziel ist es, interne Arbeitsabläufe durch digitale Technologien und Künstliche Intelligenz zu optimieren. Hier verfolgt die Justiz bundesweit einheitliche Lösungen, um die Modernisierung voranzutreiben und eine bürgernahe Justiz zu schaffen, wie auf brak.de berichtet wird.

Katrin Rieke hat als neue Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig die Möglichkeit, nicht nur an diesen Entwicklungen anzuknüpfen, sondern auch eigene Akzente zu setzen. Damit steht sie an der Spitze einer Institution, die nicht nur rechtliche, sondern auch gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern hat. Wir dürfen gespannt sein, welche Innovationen und Veränderungen sie für die niedersächsische Justiz ins Rollen bringen wird.