Traditionsfleischer aus Braunschweig: Insolvenz und drohende Veränderungen!

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FDBS Fleischer-Dienst aus Braunschweig meldet Insolvenz an. Ursachen: Marktveränderungen, gestiegene Kosten. Mitarbeiter bis Ende 2025 abgesichert.

FDBS Fleischer-Dienst aus Braunschweig meldet Insolvenz an. Ursachen: Marktveränderungen, gestiegene Kosten. Mitarbeiter bis Ende 2025 abgesichert.
FDBS Fleischer-Dienst aus Braunschweig meldet Insolvenz an. Ursachen: Marktveränderungen, gestiegene Kosten. Mitarbeiter bis Ende 2025 abgesichert.

Traditionsfleischer aus Braunschweig: Insolvenz und drohende Veränderungen!

Die Nachrichten aus der Lebensmittelbranche in Braunschweig sind heute weniger erfreulich: Die FDBS Fleischer-Dienst Braunschweig eG hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das seit über 100 Jahren in der Region Gastronomen, Fleischereien und Einzelhändler beliefert, sah sich gezwungen, diesen Schritt zu gehen. Das Amtsgericht Braunschweig hat bereits das Insolvenzverfahren eröffnet und Tobias Hartwig von der Kanzlei Schultze & Braun als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Trotz dieser schweren Situation bleiben die Lieferungen an die Kunden weiterhin uneingeschränkt, neue Aufträge werden ebenfalls entgegengenommen, wie news38.de berichtet.

Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeitende, deren Löhne und Gehälter bis Ende des Jahres gesichert sind. Vorstand und Insolvenzverwalter haben die Mitarbeiter bereits über die Situation informiert und planen, ein Sanierungskonzept zu entwickeln. FDBS bietet über 15.000 Artikel an, darunter Frischfleisch, Wurst, Käse, Salate, Obst, Gemüse, Verpackungen und Reinigungsmittel, und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 30 Millionen Euro.

Die Herausforderungen der Branche

Die Insolvenz von FDBS ist nicht nur ein Einzelfall. Der Lebensmittelspezialist kämpfte, wie viele andere Unternehmen auch, mit der Konsumzurückhaltung, gestiegenen Energie- und Materialkosten sowie Veränderungen im Marktumfeld. Ein besonders kritischer Punkt war die kurzfristige Anpassung der Zahlungsziele eines wichtigen Branchenpartners, die zu erheblichen Liquiditätsproblemen führte, welche ohne Insolvenzverfahren nicht mehr zu bewältigen waren. Dies stellt eine Herausforderung dar, der sich viele Unternehmen in der aktuellen wirtschaftlichen Lage gegenübersehen, wie pleiteticker.info betont.

In Deutschland ist die Zahl der Insolvenzen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. So meldeten im Jahr 2024 rund 21.812 Unternehmen Insolvenz an, was einen Anstieg von 22,4% im Vergleich zu 2023 bedeutet. Diese Entwicklung ist größtenteils auf die Nachwirkungen vergangener Krisen sowie die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen zurückzuführen, wie aus Statistiken von ifm-bonn.org hervorgeht.

Ein möglicher Ausblick

Die gute Nachricht für FDBS ist die starke regionale Verankerung in der Lebensmittelbranche, die als Grundlage für eine mögliche Erholung gesehen wird. Die Geschäftsführung und der Insolvenzverwalter prüfen derzeit die wirtschaftliche Gesamtsituation und entwickeln Ansätze zur Stabilisierung des Betriebs. Der Weg durch das Insolvenzverfahren könnte dem Unternehmen die nötige Struktur geben, um sich finanziell neu aufzustellen und die Zukunft doch noch positiv zu gestalten.

Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Entwicklungen rund um FDBS und die gesamte Branche werden auch in Zukunft im Blick behalten, denn hier liegt etwas in der Luft.