DAX auf Erholungskurs: Fed senkt Zinsen, Trump verkündet Zoll-Einigung!

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Analyst Timo Emden kommentiert die Unsicherheiten an den Märkten am 30.10.2025, beeinflusst von Zinssenkungen und Handelskonflikten.

Analyst Timo Emden kommentiert die Unsicherheiten an den Märkten am 30.10.2025, beeinflusst von Zinssenkungen und Handelskonflikten.
Analyst Timo Emden kommentiert die Unsicherheiten an den Märkten am 30.10.2025, beeinflusst von Zinssenkungen und Handelskonflikten.

DAX auf Erholungskurs: Fed senkt Zinsen, Trump verkündet Zoll-Einigung!

Was tut sich an den Finanzmärkten? Heute, am 30. Oktober 2025, stehen vor allem die Zinssenkungen der Federal Reserve, die Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China sowie der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt. Anleger zeigen sich angesichts dieser Themen zurückhaltend. Laut Tagesschau wird der deutsche Leitindex DAX vor dem heutigen Xetra-Start um 0,3 Prozent höher auf 24.196 Punkte taxiert, nachdem er am Vortag um 0,6 Prozent auf 24.124 Punkte verloren hatte.

Analyst Timo Emden von Emden Research spricht von einer durch Unsicherheit geprägten Marktlage. Die Fed hat den Leitzins um 0,25 Prozent gesenkt, doch die Zukunft dieser Geldpolitik bleibt fraglich. Die Marktteilnehmer zögern, da es Zweifel gibt, ob es auch im Dezember zu weiteren Lockerungen kommen wird. Zudem wird der Zinsentscheid der EZB heute erwartet, wobei Fachleute von einem unveränderten Leitzins von 2,0 Prozent ausgehen. Seit Sommer 2024 hat die EZB die Zinsen bereits achtmal um insgesamt zwei Prozentpunkte gesenkt.

Entwicklung im Handelsstreit

Ein weiterer wichtiger Faktor auf den Märkten ist der Handelsstreit zwischen den USA und China, der in letzter Zeit verstärkt in den Fokus gerückt ist. Am 11. Mai 2025 wurde eine Einigung zwischen den beiden Ländern bekanntgegeben, worüber Kapitalcheck berichtet. Ein zentraler Punkt der Vereinbarung ist die vorübergehende Senkung der Zölle für 90 Tage, beginnend am 14. Mai 2025. Damit wird ein Zollsatz von bis zu 145 Prozent auf chinesische Importe sowie 125 Prozent auf US-Waren gelockert – ein Schritt, der als Impuls für die Märkte gesehen wird.

Die positiven Reaktionen zeigen sich vor allem bei Technologieaktien, und das Handelssentiment könnte sich insgesamt verbessern. Diese Einigung ist ein Signal für Kompromissbereitschaft und könnte dazu beitragen, das Handelsdefizit der USA zu verringern. Experten erhoffen sich langfristig positive Auswirkungen auf den globalen Handel.

Börsenausblicke und Unternehmenszahlen

Während die Märkte uneinheitlich reagieren – der Dow Jones verliert 0,2 Prozent auf 47.632 Punkte, während der Nasdaq um 0,6 Prozent auf 23.958 Punkte steigt – zeigt sich auch die japanische Börse im Aufwind. Der Nikkei-Index legt um 0,5 Prozent zu und steht jetzt bei 51.561 Punkten.

Auf Unternehmensseite sorgt Lufthansa für gemischte Gefühle. Trotz eines Anstiegs der Fluggäste um 3 Prozent im dritten Quartal verzeichnet das Unternehmen einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns um 1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Bei anderen großen Unternehmen sieht die Lage anders aus: Meta erleidet einen dramatischen Gewinneinbruch von 83 Prozent auf 2,71 Milliarden Dollar, was auf eine deutliche Abschreibung in Höhe von 16 Milliarden Dollar zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu kann Microsoft auf eine Umsatzsteigerung von 18 Prozent auf 77,7 Milliarden Dollar und einen Gewinnanstieg von 12 Prozent auf knapp 28 Milliarden Dollar verweisen.

Samsung hingegen feiert einen Betriebsgewinn von 12,2 Billionen Won (ca. 7,3 Milliarden Euro) – ein Plus von 33 Prozent. Dieser Erfolg resultiert vor allem aus robusten Chipverkäufen, während der Automobilhersteller Hyundai unter den US-Zöllen leidet. Das operativen Ergebnis fällt hier um 29 Prozent auf 2,5 Billionen Won (1,5 Milliarden Euro), und die Zölle kosten Hyundai im letzten Quartal 1,8 Billionen Won, während die Zollsatzsenkung von 25 Prozent auf 15 Prozent bereits angekündigt wurde.

Zusammenfassend ist die Lage an den Märkten derzeit von Unsicherheit geprägt. Die Entwicklungen rund um Zinspolitik und Handelsstreit werden weiterhin intensiv beobachtet. Auch die Reaktionen der Märkte auf Unternehmenszahlen dürften in den kommenden Tagen für Bewegung sorgen. Die Herausforderung für Investoren wird sein, die richtigen Entscheidungen in einem komplexen internationalen Umfeld zu treffen, das von geopolitischen Spannungen wie auch von wirtschaftlichen Entspannungen geprägt ist.