Experte warnt: Kaum Chancen für Integration von kriminellen Clans!

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Dr. Dursun Tan diskutierte in Gifhorn die Herausforderungen der Integration von Clanstrukturen am 19. Januar 2026.

Dr. Dursun Tan diskutierte in Gifhorn die Herausforderungen der Integration von Clanstrukturen am 19. Januar 2026.
Dr. Dursun Tan diskutierte in Gifhorn die Herausforderungen der Integration von Clanstrukturen am 19. Januar 2026.

Experte warnt: Kaum Chancen für Integration von kriminellen Clans!

Die Diskussion um die Integration von Clan-Mitgliedern stand kürzlich im Fokus einer Veranstaltung im Rittersaal des Schlosses in Gifhorn. Dr. Dursun Tan, ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet, referierte über die komplexen Clanstrukturen, die in Deutschland bestehen. Diese Veranstaltung fand auf Einladung der Stabsstelle Integration statt und war gut besucht. Tan, der bis 2023 als Referatsleiter in der Niedersächsischen Staatskanzlei und im Sozialministerium tätig war, bringt fundierte Einblicke in dieses brisante Thema, das in vielen Städten Deutschlands, besonders in Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen, von Bedeutung ist, wie Wikipedia berichtet.

Dr. Tan führte aus, dass in Deutschland etwa 50 bis 70 Clans existieren, wobei nicht alle kriminell sind. Vier dieser Clans stehen jedoch regelmäßig im Zusammenhang mit Schwerstkriminalität, insbesondere aus dem osttürkisch-arabisch-kurdischen Raum. Dabei handelt es sich oft um große Stammesgesellschaften, die bis zu 150.000 Mitglieder haben und aus Clans, Sippen sowie Großfamilien bestehen. In diesen Gemeinschaften spielt der Stammesname eine entscheidende Rolle für die sozialen Beziehungen und Konflikte, die oft durch Blutrache geregelt werden, nicht durch staatliche Gesetze. „Die erste Generation der Gastarbeiter hatte viele Diskriminierungen zu erdulden, jedoch sind nachfolgende Generationen deutlich kritischer“, erklärt Tan.

Integration und die Realität

Die Frage der Integration stellt sich in einem anderen Licht, wenn man die kulturellen Unterschiede und Lebensweisen betrachtet. Tan ist sich sicher: „Bei den harten Kernen dieser kriminellen Clans sehe ich kaum Chancen für eine Integration.“ Dies bestätigt, dass viele Clan-Mitglieder zögern, die deutsche Staatsbürgerschaft zu übernehmen, und zeigt, wie bedeutend die kulturelle Identität für viele von ihnen ist. Die Statistiken belegen, dass von den Verdächtigen mit Clan-Hintergrund in Nordrhein-Westfalen 36 % deutsche Staatsbürger sind, während die anderen häufig aus den Ländern des Nahen Ostens stammen.

Weiterhin ist bekannt, dass die Clan-Kriminalität eine Form der organisierten Kriminalität darstellt. In Deutschland machen die Fälle von Clan-Kriminalität lediglich 0,6 % aller Straftaten aus. Der BKA zufolge werden diese Clans als ethnisch abgeschottete Subkulturen beschrieben. Die Vorstellung von Clan-Mitgliedern, die als schwer zu integrieren gelten, wird durch verschiedene gesellschaftliche und kulturelle Faktoren erschwert. Zahlreiche Studien zeigen, dass familiäre Bindungen stark ausgeprägt sind, und dass der Druck, sich kriminellen Aktivitäten anzuschließen, erheblich sein kann, wie auch die Analysen von Mahmoud Jaraba belegen, der die Bezeichnung „Clan“ als irreführend kritisiert.

Herausforderungen und Maßnahmen

Besonders auffällig ist, dass viele Clan-Mitglieder oft ein geringes Bildungsniveau haben. In den letzten Jahren haben sich Maßnahmen entwickelt, um gegen diese Parallelgesellschaften vorzugehen. Dies umfasst spezielle Razzien und Kontrollen in Problemvierteln sowie in beliebten Treffpunkten wie Shisha-Bars. In Nordrhein-Westfalen existieren bereits Aussteigerprogramme, um Clan-Mitglieder vor Kriminalität zu bewahren und ihnen eine neue Perspektive zu bieten.

Die Komplexität der Clan-Kriminalität ist auch eine Herausforderung für die Polizei. Diese sieht sich häufig mit dem Problem konfrontiert, dass Clan-Mitglieder die Staatsgewalt ablehnen und versuchen, diese durch eigene Gesetze und Regeln zu ersetzen. Die gegenwärtige Situation verdeutlicht, wie wichtig eine gezielte Auseinandersetzung mit den kulturellen Hintergründen und der sozialen Dynamik innerhalb dieser Gruppen ist, um effektive Strategien zur Bekämpfung der Clan-Kriminalität zu entwickeln.

Insgesamt hinterlässt Dr. Tans Vortrag in Gifhorn viele Fragen. Während die Herausforderungen groß sind, bleibt die Hoffnung bestehen, dass durch vereinzelte Maßnahmen und einen sensiblen Umgang miteinander auch Wege zur Integration gefunden werden können. Doch bis dahin bleibt es eine komplexe Thematik, die wohl noch lange Aufmerksamkeit erfordern wird. Weitere Informationen zur Clan-Kriminalität und deren gesellschaftlichen Auswirkungen finden Interessierte auf Plattformen wie DW und Wikipedia.