Fahrplanwechsel in Göttingen: Direktverbindungen in Gefahr!

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Fahrplanwechsel ab 14. Dezember 2025 verschlechtert den Fernverkehr in Göttingen, während der Nahverkehr einige Verbesserungen bietet.

Fahrplanwechsel ab 14. Dezember 2025 verschlechtert den Fernverkehr in Göttingen, während der Nahverkehr einige Verbesserungen bietet.
Fahrplanwechsel ab 14. Dezember 2025 verschlechtert den Fernverkehr in Göttingen, während der Nahverkehr einige Verbesserungen bietet.

Fahrplanwechsel in Göttingen: Direktverbindungen in Gefahr!

Der Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 bringt für die Passagiere ab Göttingen einige deutliche Einschnitte im Fernverkehr mit sich. Laut HNA werden zahlreiche Direktverbindungen gestrichen, was vor allem den Reisenden in der Region sauer aufstößt. Der Fahrgastverband Pro Bahn Südniedersachsen hat die Streichung dieser Verbindungen scharf kritisiert, da sie die Mobilität vieler Pendler und Reisender einschränkt.

Wohin geht die Reise? Die beliebte ICE-Linie 26 nach Karlsruhe fährt in Zukunft nur noch im Vier-Stunden-Takt. Die Verbindung nach Hamburg wird durch eine nach Bremen ersetzt, und die Direktverbindungen nach Rostock, Stralsund und Rügen fallen komplett weg. Eine tägliche Verbindung nach Sylt bleibt zwar bestehen, allerdings muss auf den beliebten Kurswagen nach Dagebüll verzichtet werden. Zudem werden die Verbindungen in die Schweiz reduziert, sodass die meisten ICE nun in Basel SBB enden.

Neues Ticket, neue Zeiten

Zum Sorgenkind der Reisenden gehört auch das Niedersachsen-Ticket. Dieses Ticket wird teurer, und zwar auf 29 Euro für die erste Person, während eine zusätzliche Mitfahrt 8 Euro kosten wird. Laut Bahn.de gilt das Niedersachsen-Ticket für den Nahverkehr in Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Immerhin gibt es hier für Reisende einige Verbesserungen, wie eine neue RE-Linie 11, die einen Stundentakt zwischen Göttingen und Erfurt etablieren soll.

Die Veränderungen betreffen auch die Kapazitäten: Auf der RB 80 und RB 82 wurden längere Züge eingesetzt, während die RB 83 künftig mit vierteiligen Triebwagen fährt. Ein neues Angebot wird ebenfalls auf der RB 85 nach Paderborn geschaffen: ein erster Frühzug, der bereits um 5:56 Uhr ab Bodenfelde startet. Der letzte Zug von Paderborn nach Göttingen wird um eine Stunde nach hinten verschoben – eine kleine, aber bedeutende Anpassung für Pendler.

Widersprüche im Nahverkehr

Doch es gibt auch Schattenseiten. Im Nahverkehr werden trotz der Testergebnisse Anschlussmöglichkeiten eingeschränkt. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), die ab 2026 für etwa 600 Millionen Euro Zugfahrten bestellt, tut sich schwer, die Fernzüge wieder in Einklang mit dem Regionalverkehr zu bringen. An einigen Stellen wird der Nahverkehr von den zusätzlichen Fernzügen blockiert, was zu längeren Wartezeiten für die Reisenden führt. Carmen Schwabl, Sprecherin der LNVG, hat dazu bereits deutliche Kritik geübt.

Ein weiteres Problem bleibt die eingleisige Strecke zwischen Leinefelde und Gotha. Dies wird auch in Zukunft die Flexibilität des Schienenverkehrs einschränken. So wird die komfortable Umsteigefreiheit nach Wien nun nicht mehr angeboten, und auch der Intercity nach Oberstdorf und Berchtesgaden wurde bereits im Oktober eingestellt.

Auf weiterer Seite bleibt das Angebot auf der Einbecker Strecke bestehen, allerdings sind hier auf Grund von Kostengründen keine weiteren Ausbauten vorgesehen. Wo das alles hingeht, bleibt abzuwarten, doch eines ist sicher: Der Fahrplanwechsel hat große Auswirkungen auf die Mobilität in Norddeutschland, und die Herausforderungen im Nahverkehr sind damit noch lange nicht gelöst.

Für all jene, die in der Region um Göttingen pendeln oder die Verkehrsangebote nutzen, bleibt zu hoffen, dass sich die Situation bald stabilisiert und das Reiseerlebnis wieder an Attraktivität gewinnt.