Göttinger Wochenmarkt zieht zur Johanniskirche – Händler im Zwiespalt!

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Göttingen verlegt seinen Wochenmarkt zur Johanniskirche ab 17. Februar 2024 wegen Sanierungsarbeiten am Otfried-Müller-Haus.

Göttingen verlegt seinen Wochenmarkt zur Johanniskirche ab 17. Februar 2024 wegen Sanierungsarbeiten am Otfried-Müller-Haus.
Göttingen verlegt seinen Wochenmarkt zur Johanniskirche ab 17. Februar 2024 wegen Sanierungsarbeiten am Otfried-Müller-Haus.

Göttinger Wochenmarkt zieht zur Johanniskirche – Händler im Zwiespalt!

Göttingen steht vor einigen Veränderungen: Ab dem 17. Februar 2024 zieht der Wochenmarkt um, und zwar auf den Johanniskirchhof, 500 Meter nördlich des bisherigen Standorts an der Hospitalstraße. Der Grund für diesen Umzug sind die Sanierungsarbeiten am Otfried-Müller-Haus (OMH), der Spielstätte des Jungen Theaters. Die Rückkehr an die Hospitalstraße ist erst für Ende 2027 geplant. In der Zwischenzeit wird der Markt im Winter teilweise in die Kurze Straße umziehen, da der Platz im Weihnachtsgeschäft belegt ist, schildert Göttinger Tageblatt.

Der Umzug hat sowohl unter den Händlern als auch bei den Kunden unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während einige über die neue, atmosphärische Kulisse an der Johanniskirche erfreut sind – mit ihrer alten Kirche und hohen Bäumen –, sehen andere den holprigen und kaputten Bodenbelag als Nachteil an, der vor allem Menschen mit Rollatoren oder Gehwagen das Leben schwer macht. Ein Händler merkt an, dass der Markt mitten in der Stadt und nicht in einem Hinterhof sein sollte, um mehr Laufkundschaft anzuziehen. In diesem Zusammenhang äußern mehrere Standbetreiber Bedenken über schlechtere Parkmöglichkeiten und die Logistik am neuen Standort. \”Uns könnte die Kundschaft verloren gehen\”, so ein besorgter Händler, und der erhöhte Aufwand für den Aufbau ist ein weiteres Thema, das die Händler beschäftigt.

Sanierungsarbeiten am Otfried-Müller-Haus

Die geplanten Sanierungsmaßnahmen am Otfried-Müller-Haus sind ehrgeizig. Im Oktober 2025 haben bereits Rückbauarbeiten für eine Asbest-Sanierung begonnen, die nun die Kosten für das Projekt auf 24,8 Millionen Euro ansteigen lassen. Ursprünglich lagen die Schätzungen bei 23 Millionen Euro. Diese Sanierung führt dazu, dass der Theaterbetrieb des Jungen Theaters bis zum Frühjahr 2028 verzögert wird. Die zurückgebauten Elemente umfassen alles von Leitungen und Lampen bis hin zu Schränken und Sanitärobjekten, während denkmalgeschützte Bauteile wie Türen und Treppenhäuser gesichert werden. Das alles passiert nicht unbeobachtet: Gespräche mit der Bauaufsichts- und Denkmalschutzbehörde laufen, und eine Baugenehmigung wird Anfang 2026 erwartet, wie HNA berichtet.

Die Sanierung wird von Seiten der Stadt als dringend notwendig erachtet, da das Otfried-Müller-Haus seit Jahren leersteht und früher schon mehrfach geplante Sanierungsarbeiten aufgeschoben wurden. Die Einwohner der Stadt können sich auf rund 300 Spieltage im Jahr freuen, wenn das Theater wiedereröffnet wird, und die Programmvielfalt wird Schauspiel, Musicals, Kinder- und Jugendtheater sowie interaktive Formate umfassen.

Trotz des Umzugs und der damit verbundenen Veränderungen zeigen sich viele treue Kunden unbeeindruckt und planen weiterhin, den Wochenmarkt zu besuchen. Die Atmosphäre an der Johanniskirche könnte sich also als Anziehungspunkt entpuppen, auch wenn es eine Zeitlang holprig zugehen mag.