In Hamburg stehen spannende Events bevor, die das Herz von Fußball- und Kulturliebhabern höher schlagen lassen. Ein ganz besonderes Highlight ist die Buchpremiere von „FC St. Pauli. Eine Liebeserklärung“, die am 26. November 2025 im Ballsaal des Stadions am Millerntor stattfindet. Der bekannte Autor und Mitglied der Hip-Hop-Band Fettes Brot, Boris Lauterbach, auch bekannt als König Boris, wird an diesem Abend sein Werk präsentieren, das seine emotionalen Reisen als Fan des FC St. Pauli dokumentiert. Seit über 35 Jahren verfolgt er die Geschicke seines Lieblingsvereins und lässt dabei keine Anekdote aus. Von seinen ersten Stadionbesuchen als Teenager bis hin zu skurrilen Begegnungen mit Dortmunder Hooligans erzählt Lauterbach von der einzigartigen Verbindung zwischen Fußball, Musik und Freundschaft. Das Buch würdigt zudem die Trainerlegende Ewald Lienen, für die er sogar einen Song schrieb. NDR berichtet, dass die Fans von König Boris’ Leidenschaft für den FC St. Pauli begeistert sind und die Buchpremiere mit Spannung erwarten.

Das Stadion am Millerntor, das als Heimstätte des FC St. Pauli gilt, wird zunehmend zum kulturellen Treffpunkt. Besonders die Fans erfreuen sich an der bedeutenden Geschichte, die im FC St. Pauli-Museum lebendig gemacht wird. Dieses erstreckt sich über 600 Quadratmeter und bietet den Besuchern Einblicke in die Historie des Vereins. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 ist das Museum zu einer festen Institution geworden, die unter dem Motto „Ein Verein wie kein anderer verdient ein Museum wie kein anderes“ operiert. Beliebte Ausstellungsformate und Veranstaltungen sind hier ein Must-See für alle, die mehr über die besondere Fußballkultur des FC St. Pauli erfahren möchten. Für den Besuch lohnt sich ein Abstecher im Heiligengeistfeld, gut erreichbar mit der U-Bahn FC St. Pauli Museum.

Kunst und Gedenken

Doch nicht nur im Bereich des Fußballs tut sich etwas. Parallel zur Buchpremiere wird auch die Kunstausstellung „Tag und Nacht auf Erde“ des renommierten Armin Mueller-Stahl in der Kunsthalle Emden eröffnet. Anlässlich seines bevorstehenden 95. Geburtstags wird der Künstler mit dieser Schau auch ein politisches Statement setzen und Missstände in der deutschen Politik kritisieren, darunter eine klare Stellungnahme gegen Donald Trump. Die Ausstellung ist bis zum 12. April 2026 zu sehen und zieht Kunstinteressierte aus nah und fern an, die die Verbindung zwischen Kunst und gesellschaftlichen Themen schätzen.

In einem weiteren angesagten Event wird heute, am 25. November, der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen mit der Wanderausstellung „Was ich anhatte …“ gewürdigt. Diese Schau ist bis zum 28. November in der Stadthalle Northeim zu sehen und wird anschließend im Landesmuseum Emden im Januar 2026 fortgesetzt. Die Ausstellung gibt Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, eine Stimme und konfrontiert die Gesellschaft mit eindringlichen Statistiken, die zeigen, dass fast jede dritte Frau weltweit Gewalt erfährt. Diese ungeschönte Realität eröffnet Raum für Diskussionen und neue Perspektiven.

Eine Hommage an David Bowie

Für Musikliebhaber gibt es ebenfalls neue Inhalte: Frank Schätzing, aufmerksamer Fan des legendären David Bowie, veröffentlicht seine Doppel-Biografie mit dem Titel „Spaceboy“. In seinem Werk reflektiert er, wie Bowies Musik ihn geprägt hat und welche persönliche Bedeutung sie für ihn hat. Diese Hommage verspricht spannende Einblicke in das Leben des Künstlers sowie in die eigene, bewegte Geschichte des Autors.

Schließlich wird die ARD-Doku-Serie über den Kunstfälscher Robert Driessen auf ein weiteres skandalöses Kapitel der Kunstgeschichte aufmerksam machen. Driessen hat mehr gefälschte Giacometti-Skulpturen hergestellt als der Künstler selbst, darunter sogar eine, die für stolze 52 Millionen verkauft wurde. Regisseur Stefano Strocchi bietet tiefgehende Einblicke in diesen faszinierenden, aber düsteren Bereich des Kunstmarktes und zeigt, wie weit einige gehen, um im Geschäft Erfolg zu haben.