Zentralheizung in Groner Landstraße 9 wegen Insolvenz abgeschaltet!
Zentralheizung in Göttingen-Grone abgeschaltet wegen ausbleibender Mietzahlungen; 300 Wohnungen betroffen. Insolvenz der Eigentümer.

Zentralheizung in Groner Landstraße 9 wegen Insolvenz abgeschaltet!
In einem bedeutenden Schritt wurde die Zentralheizung im Gebäudekomplex Groner Landstraße 9 vorerst abgeschaltet. Dies geschah aufgrund ausbleibender Mietzahlungen, wie Hausverwalter Dominik Fricke erklärt. Die offene Summe, die die Mietschulden betrifft, beläuft sich auf satte 850.000 Euro. Momentan können weder die genauen Hintergründe noch die genaue Höhe der Schulden überprüft werden. Etwa 300 Wohnungen sind von dieser Heizungsabschaltung betroffen, was die Situation für viele Anwohner schwierig macht. Die Mehrheitseigentümer, die Gänseliesel Wohn GmbH und die Winteks GmbH, haben inzwischen Insolvenz angemeldet, was die Lage zusätzlich verkompliziert. Eine Entscheidung über die Dauer der Heizungsabschaltung wird in einer Eigentümerversammlung besprochen, die noch im Oktober stattfinden soll und auf die viele mit Sorge blicken.
Doch die Situation in der Heizungsbranche geht weit über diese lokale Problematik hinaus. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) informiert, dass der Heizungsabsatz in Deutschland dramatisch zurückgeht. Im Jahr 2024 fiel der Absatz um 46 % im Vergleich zum Vorjahr, und auch im ersten Quartal 2025 zeigt sich ein Rückgang von 32 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das bedeutet konkret, dass nur noch 147.000 Heizungen verkauft wurden, was im Vergleich zu 217.500 im Jahr zuvor einen signifikanten Rückgang darstellen. Diese Trends deuten darauf hin, dass auch zukünftige Heizungsprojekte und Modernisierungen betroffen sein könnten, was für viele Unternehmen große Herausforderungen darstellt.
Politische Handlungsmöglichkeiten
Der BDH fordert daher dringend Maßnahmen der neuen Bundesregierung zur Stabilisierung des Heizungsmarktes. Vorschläge zur Belebung der Heizungsmodernisierung beinhalten die praxisnahe Gestaltung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und eine langfristige, verlässliche Förderung. Auch die Vereinfachung der Fördersystematik steht dabei auf der Liste, um den Unternehmen und Haushalten unter die Arme zu greifen. Ein großer Teil der installierten Heizungen in Deutschland ist veraltet; etwa 5,6 Millionen Systeme gelten als ineffizient und verursachen zusätzliche Kosten für Eigentümer und Mieter.
Zusätzlich zu den Herausforderungen im Heizungssektor müssen sich Unternehmen auch mit der Situation in der Windhager Zentralheizung GmbH auseinandersetzen. Nach Insolvenzanmeldung wurde ein Verhandlungsergebnis mit der Best Heating Technology (BHT) erzielt, um einen Teil der Probleme zu lösen. „Die neue BHT Deutschland GmbH“ hat die Marke Windhager im April 2024 auf der IFH/Intherm in Nürnberg präsentiert, wobei der Standort in Gersthofen, Bayern, inzwischen geschlossen ist. Die Zukunft der Windhager Produkte in Deutschland wird dabei weiterhin unter scharfer Beobachtung stehen.
Im Kontext dieser Entwicklungen wird deutlich, dass nicht nur lokale Probleme wie die Heizungsabschaltung im Groner Landstraße 9 Sorgen bereiten, sondern dass auch auf nationaler Ebene Handlungsbedarf besteht. Die Eigentümerversammlung bietet eine Chance für die betroffenen Mieter, ihre Interessen zu vertreten, während die Heizungsindustrie größere Herausforderungen im Markt bewältigen muss.