In Goslar, im malerischen Harz, hat eine ganz besondere Hündin ihre Prüfungen mit Bravour bestanden und darf sich nun offiziell „Therapiebegleithündin“ nennen. Lotte, eine charmante Doodle-Hündin, hat nach einer zweijährigen Ausbildung unter der Aufsicht von Dr. med. Ralph Thinius, Chefarzt der NFR und der Klinik für Neurologie in der Asklepios Klinik Schildautal Seesen, ihre Qualifikation erreicht. Diese Ausbildung, die im Herbst 2023 begann, umfasste zwischen 100 und 120 Kurseinheiten und stellte sicher, dass Lotte nicht nur als Begleithund, sondern auch in ihrer Funktion als Therapiehund bestens vorbereitet ist.

Die Rolle von Lotte wird nun in der Neurologischen Frührehabilitation (NFR) der Klinik von großer Bedeutung sein. Hier wird sie dazu beitragen, Patienten zu unterstützen, die mit den Herausforderungen von neurologischen Erkrankungen kämpfen. Dr. Thinius hebt hervor, wie wichtig es ist, dass die Hunde an die Klinikumgebung gewöhnt werden, um die bestmögliche Unterstützung für die Patienten zu bieten. Nils Arnhold, Betriebsleiter der Asklepios Therapie GmbH in Seesen, war ebenfalls maßgeblich an der Schulung von Lotte beteiligt und kann die positiven Auswirkungen von Therapiehunden auf Patienten bestätigen, vor allem in Bezug auf die Linderung von Depressionen.

Die Ausbildung von Therapiehunden

Die Ausbildung von Therapiehunden, wie im Fall von Lotte, ist eine anspruchsvolle und umfangreiche Angelegenheit. Interessierte Hundeführer müssen sich schriftlich bewerben und dabei einen Lebenslauf, eine Beschreibung des künftigen Einsatzbereichs des Hundes, ein Porträt des Hundes sowie weitere Dokumente einreichen. Eine persönliche Vorstellung, auch als Teamcheck bekannt, ist notwendig, um die Eignung des Mensch-Hund-Teams zu prüfen. Nur wenn alle Kriterien erfüllt sind, wird der Ausbildungsplatz bestätigt.

Die Ausbildung selbst umfasst nicht nur theoretische Einheiten, die online stattfinden, sondern auch praktische Einsätze in verschiedenen Einrichtungen. Hierbei wird darauf geachtet, dass die Hunde gesund sind und alle notwendigen Impfungen erhalten haben. Gewaltsame Ausbildungsmethoden sind tabu, und die Ausbildung orientiert sich an internationalen Standards, was für eine hohe Qualität sorgt.

Die positiven Effekte von Therapiehunden

Therapiehunde wie Lotte haben sich als äußerst wertvoll erwiesen. Studien belegen, dass ihre Anwesenheit den Stress der Patienten reduzieren, Vertrauen aufbauen und die Motivation fördern kann. Sie kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, darunter Psychotherapie, Pädagogik und Rehabilitation. Die Vorteile sind klar: Therapiehunde tragen zur Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten bei, fördern die Ausdauer und wirken sich positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit aus.

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Der Trend zur tiergestützten Therapie hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Immer mehr Kliniken, Rehazentren, Pflegeeinrichtungen und Schulen setzen Therapiehunde ein. Die ersten Einsätze von Tieren in der Betreuung reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, und Boris Levinson gilt als Pionier der modernen tiergestützten Therapie. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Rolle der Tiere in der Therapie entwickelt hat und welche positiven Wirkungen sie auf die Menschen haben können.

Insgesamt zeigt Lottes Erfolg, wie wichtig die Ausbildung und der Einsatz von Therapiehunden sind. Sie leisten nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag zur Genesung der Patienten, sondern bereichern auch das Leben der Menschen, die mit ihnen arbeiten. In Goslar hat Lotte nun die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zum Wohl der Patienten einzusetzen und ihnen auf ihrem Weg zur Besserung zur Seite zu stehen.