Drohnenalarm über Hannover: Flughafen musste erneut schließen!

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Drohnensichtungen stören den Flugbetrieb am Flughafen Hannover am 6.11.2025; vorübergehende Sperrung und Verspätungen sind die Folge.

Drohnensichtungen stören den Flugbetrieb am Flughafen Hannover am 6.11.2025; vorübergehende Sperrung und Verspätungen sind die Folge.
Drohnensichtungen stören den Flugbetrieb am Flughafen Hannover am 6.11.2025; vorübergehende Sperrung und Verspätungen sind die Folge.

Drohnenalarm über Hannover: Flughafen musste erneut schließen!

Am 6. November 2025 kam es erneut zu einer Störung im Flugverkehr in Nordeuropa, die sicher niemand so schnell vergessen wird. Der Flughafen Hannover war am Vorabend gezwungen, den Flugbetrieb für 45 Minuten auszusetzen, nachdem ein Pilot eine Drohne im Landeanflug meldete. Dies war bereits die vierte Drohnensichtung innerhalb einer Woche und bringt die Behörden einmal mehr in die Bredouille. Ein schöner Flug von Frankfurt nach Hannover musste sogar nach Hamburg umgeleitet werden. Die Sperrung wurde um 22:45 Uhr aufgehoben, aber einige Flüge landeten verspätet, was nicht gerade für gute Laune bei den Reisenden sorgte.

Die Lage ist nicht nur in Hannover angespannt. Das belgische Innenministerium hat die Ermittlungen zu mehreren Drohnensichtungen über Flughäfen und Militärstützpunkten am Dienstagabend aufgenommen. Innenminister Bernard Quintin teilte mit, dass man die Anzahl der beteiligten Drohnen untersuchen werde. Diese Ereignisse führten zu einer Dringlichkeitssitzung des nationalen Sicherheitsrates in Brüssel, die für Donnerstag einberufen wurde. Immerhin waren am Flughafen Brüssel-Zaventem rund 80 Flüge gestrichen, und 400 bis 500 Passagiere mussten die Nacht am Flughafen verbringen – wahrlich keine angenehme Situation.

Flughäfen in Schockstarre

Die Schlagzeilen über Drohnensichtungen reißen nicht ab. Auch der Flugverkehr an anderen deutschen Flughäfen leidet unter den immer häufiger werdenden Sichtungen. Laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 2024 bereits 81 Behinderungen im Flughafengebiet registriert. Davon musste der Flugverkehr sieben Mal kurzfristig eingestellt werden. Die Dunkelziffer an unentdeckten Drohnen in gesperrtem Luftraum wird dabei als erheblich höher eingeschätzt, was zusätzliche Sorgenfalten bei den Verantwortlichen einfällt.

Ein weiterer Beweggrund zur Besorgnis: Die Arbeiten zur „systematischen Detektion“ von Drohnen an Flughäfen sind ins Stocken geraten. Finanzierungsfragen, die von einer Arbeitsgruppe der Innen- und Verkehrsministerien geklärt werden müssen, haben dazu geführt, dass diese wichtigen Arbeiten gestoppt wurden. „Wir brauchen dringend eine Lösung!“, fordert Björn Simon, CDU-Verkehrspolitiker, und kritisiert die Bundesregierung für ihre unzureichenden Reaktionen auf die Bedrohung.

Technologische Herausforderungen und Lösungen

Denn die Fragen rund um Drohnendetektion und -abwehr sind drängend. Am Frankfurter Flughafen wurden 2020 Tests zur Drohnendetektion durchgeführt, doch die Ergebnisse waren ernüchternd – bestehende Systeme konnten nur bedingt überzeugen. Um gegen diese Gefahr gewappnet zu sein, könnte eine Kombination verschiedener Sensortechnologien eine Lösung darstellen. Die Fluglotsen haben oft kaum die Möglichkeit, unbemannte Flugobjekte auf dem Radar zu erkennen – die meisten Meldungen stammen von Piloten.

Ein Lichtblick könnte die Entwicklung eines Drohnen-Abfangsystems namens „Falke“ sein, das von der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr initiiert wurde und mit 1,8 Millionen Euro gefördert wird. Ein Prototyp wurde bereits entwickelt, und ein Startup steht bereit, um die Drohne zur Marktreife zu bringen. Allerdings äußern sich das Bundesinnen- und Verkehrsministerium nicht zu diesem Projekt, bestätigen aber, dass die Bundespolizei über Mittel zur Drohnendetektion und -abwehr verfügt.

Die Situation rund um die Drohnensichtungen zeigt uns einmal mehr, dass wir wachsam sein müssen. Die zunehmende Gefahr für die öffentliche Sicherheit ist nicht zu übersehen, und es liegt an den Verantwortlichen, schnell zu handeln, damit der Himmel bald wieder frei von ungebetenen Gästen bleibt. Die Reisenden haben schon genug durchgemacht und verdienen eine entspannte und sichere Reise.

Die aktuellen Geschehnisse sind ein deutliches Zeichen dafür, dass wir uns im Umgang mit neuen Technologien dringend verbessern müssen. Bleiben wir gespannt, was die nächsten Tage und Wochen bringen werden.

Mehr Informationen zu den Vorfällen in Hannover können Sie in diesem Artikel von Zeit nachlesen, während die allgemeinen Herausforderungen an deutschen Flughäfen in der Analyse von Tagesschau detailliert behandelt werden.