Großbrand in Hannover-Mittelfeld: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung!
Großbrand an Grundschule in Hannover-Mittelfeld: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, Schulbetrieb verlegt und Schüler betroffen.

Großbrand in Hannover-Mittelfeld: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung!
Am Samstagnachmittag, dem 30. November 2025, kam es zu einem verheerenden Großbrand in einer Grundschule in Hannover-Mittelfeld. Die Feuerwehr wurde um 15:30 Uhr alarmiert und kämpfte bis zu 18 Stunden gegen die Flammen. Der Einsatz von etwa 130 Feuerwehrleuten konnte das Feuer schließlich löschen. Leider ging dabei ein erheblicher Teil der Schule in Flammen auf, insbesondere der Gebäudetrakt mit der Aula, angrenzenden Fluren und den Sanitäranlagen wurde vollständig zerstört. Der entstandene Sachschaden wird auf rund zwei Millionen Euro geschätzt, eine Verdopplung der ursprünglichen Schätzung von einer Million Euro, wie NDR berichtet.
Die Polizei hat umgehend Ermittlungen wegen Brandstiftung gegen Unbekannt eingeleitet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die zur Tatzeit am Samstag verdächtige Beobachtungen gemacht haben, können sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109 55 55 melden. Es ist zu beachten, dass Brandstiftungen eine häufige Brandursache an Schulgebäuden sind, wie das Institut für Sicherheitsforschung darlegt. Statistiken zeigen, dass Brandstiftungen neun Prozent der Brände ausmachen und oft aus Langeweile oder Laune resultieren.
Unterrichtsverlagerung und Notbetreuung
Wegen der Zerstörung der Schule wird der Unterricht für die rund 370 betroffenen Schülerinnen und Schüler ab Montag in die Käthe-Paulus-Schule am Kronsberg verlegt. Diese Einrichtung liegt etwa vier Kilometer von der betroffenen Schule entfernt und hat derzeit nur 77 Kinder eingeschrieben. Die Stadt Hannover hat einen Bus-Transfer eingerichtet, um die Schülerinnen und Schüler sicher zu transportieren. Schulleiter Martin Preisigke äußerte Dankbarkeit für die Möglichkeit des Umzugs und betonte die Zusammengehörigkeit der Schulfamilie.
Die Stadt hat Taktschritte unternommen, um die Räumlichkeiten der Käthe-Paulus-Schule “unter Hochdruck” für den Einzug vorzubereiten. Eine Notbetreuung für berufstätige Eltern wird ebenfalls an der neuen Schule angeboten, zunächst sollte eine solche Betreung ab dem Mittwoch eingerichtet werden, nachdem die Schule am Montag und Dienstag geschlossen bleibt. Leider ist die benachbarte Turnhalle ebenfalls vorübergehend geschlossen, während die Zerstörungen begutachtet werden und die Bedingungen für die Wiederbenutzung einzelner Räume geprüft werden.
Langfristige Sanierungspläne
Die Zerstörung an der Grundschule ist erheblich. Neben der Aula sind auch Teile des Ganztagsbereichs betroffen, und Teile der Dachkonstruktion sind einsturzgefährdet. Löschwasser hat die vorgelagerten Flure beschädigt. Die Sanierungsarbeiten erweisen sich als großflächig und kostenintensiv. Geplant ist, mit den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen auch eine Erweiterung der Schule zu kombinieren. Diese umfassenden Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen, was für die Schulleitung und die betroffenen Familien eine große Herausforderung darstellt.
Die Eltern und Lehrerinnen sowie Lehrer wurden in den letzten Tagen durch die Entwicklungen vor große Herausforderungen gestellt. Die Lage bleibt angespannt, und alle Beteiligten hoffen auf eine rasche Klärung der Vorfälle und die baldige Rückkehr in einen stabilen Schulbetrieb.