Verkehrschaos in Niedersachsen: Warnstreiks legen Autobahnnetz lahm!
Warnstreiks am 20.01.2026 in Hannover führen zu Verkehrsbehinderungen. 400 Beschäftigte demonstrieren für höhere Löhne.

Verkehrschaos in Niedersachsen: Warnstreiks legen Autobahnnetz lahm!
Am Dienstag, den 20. Januar 2026, sorgten Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Niedersachsen für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Wie NDR berichtet, demonstrierten rund 400 Beschäftigte der Autobahn GmbH und der Straßenmeistereien in Hannover, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Diese ergeben sich aus einem aktuellen Tarifkonflikt, der deutschlandweit für Diskussionen sorgt.
Die Verkehrsbehinderungen waren deutlich spürbar: Die Schwinge-Klappbrücke bei Stade war ganztägig gesperrt, was zu einem Anstieg von Staus und stockendem Verkehr auf der A7 und A1 führte. Zudem kam es an verschiedenen Fährverbindungen zu Wartezeiten von bis zu drei Stunden, besonders an den Überfahrten von Brake-Sandstedt und Nordenham-Blexen. Im Elbtunnel in Hamburg war nur eine von drei Fahrspuren in beiden Richtungen geöffnet, was die ohnehin angespannte Lage zusätzlich verschärfte.
Auswirkungen der Warnstreiks
Die Warnstreiks fanden nicht nur in Niedersachsen, sondern auch an 18 weiteren Standorten der Autobahn GmbH in Deutschland statt. Laut Zeit liegt der Schwerpunkt der Streikaktionen in Nordrhein-Westfalen, wo am Nachmittag alle 28 Landestunnel bestreikt wurden. Diese Aktionen betreffen nicht nur die Autobahn GmbH, sondern auch die Landesstraßenbauverwaltungen, sodass viele Beschäftigte – insgesamt etwa 14.000 – zum Streik aufgerufen wurden.
Die Gewerkschaft ver.di forderte in ihren Verhandlungen durchweg eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat. Das Angebot der Autobahn GmbH, das bisher noch nicht vorgelegt wurde, könnte auch die Verhandlungsbereitschaft der Länder beeinflussen. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel bezeichnete die Forderungen als überzogen, zeigte sich jedoch optimistisch, dass eine Einigung im Februar erzielt werden könnte.
Kritik und Folgen
Die Geschäftsführung der Oldenburgischen IHK äußerte bereits Bedenken zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Verkehrseinschränkungen, die durch die Sperrungen und Staus entstehen. Ver.di zeigte sich indes zufrieden mit der Resonanz auf die Proteste in Hannover und betonte die starke Beteiligung der Beschäftigten. Es wird jedoch auch eine Ausweitung der Streiks im öffentlichen Dienst der Länder ab kommender Woche erwartet, die Kliniken, Kitas und Verwaltungen betreffen könnte.
Insgesamt zeigen die Warnstreiks in Niedersachsen und bundesweit, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bereit sind, für ihre Rechte und Forderungen einzutreten. Wahrscheinlich werden wir in den kommenden Wochen noch von weiteren Entwicklungen und möglicherweise auch von intensiveren Streikmaßnahmen hören.