Falscher Zug: Frau zieht Notbremse im ICE und landet in Haft!
In Lüneburg sorgte eine Frau für Aufregung, als sie im ICE die Notbremse zog, weil sie im falschen Zug war.

Falscher Zug: Frau zieht Notbremse im ICE und landet in Haft!
In der Nacht zu Montag kam es zu einem kuriosen und potenziell gefährlichen Vorfall im ICE zwischen Lüneburg und Hamburg-Harburg. Eine 30-jährige Frau hatte die Notbremse des fahrenden Zuges gezogen, weil sie angab, im falschen Zug zu sitzen. Dies geschah aus einer nicht gut überlegten Entscheidung, die erhebliche Folgen haben könnte. Laut NDR befand sich der Zug zum Zeitpunkt der Aktion mit etwa 140 km/h in Bewegung.
Die Frau handelte nicht nur unüberlegt, sondern verursachte auch Schaden. Sie zertrümmerte zwei Fenster mit einem Nothammer, was die Situation zusätzlich verschärfte. Passanten und ein Zeuge informierten die Zugbegleitung über die Vorfälle, die dazu führten, dass die Bundespolizei beim Halt am Bahnhof Hamburg-Harburg zur Stelle war. Dort wurde die Frau festgenommen und in ein Bundespolizeirevier gebracht, wo sie befragt wurde.
Ersatz für verständnisvolle Entscheidungen
Die Frau erklärte, dass sie aussteigen wollte, was sie allerdings nicht hätte tun dürfen. Denn das Ziehen der Notbremse ist nur in absoluten Notfällen gerechtfertigt, etwa wenn jemand zwischen Zug und Bahnsteig gerät oder wenn ein ernsthafter Gefahrensituation besteht. Das zieht auch die S-Bahn München in ihren Infos zur Notbremse klar auf, dass derartige Handlungen bei einem verpassten Halt oder aus anderen belanglosen Überlegungen nicht angebracht sind.
Ein Vorfall mit ähnlichem Ausmaß ereignete sich erst im September 2025, als ein 22-jähriger Deutscher während einer Fahrkartenkontrolle die Notbremse eines ICE bei 280 km/h betätigte, um einen Halt zu erzwingen. Der Zug musste am Ingolstädter Hauptbahnhof stoppen, und der Verantwortliche wurde der Landespolizei übergeben. Er musste sich für seine gefährlichen Handlungen verantworten, und die Ermittlungen umfassten den Missbrauch der Notbremsenfunktion und weitere Sachbeschädigungen, wie Presseportal berichtet.
Solche Ereignisse bringen sowohl Reisende als auch das Bahnpersonal in eine nervenaufreibende Lage. Die Notbremse ist ein wichtiges Sicherheitsinstrument, das im Ernstfall Leben retten kann. Der verantwortungsvolle Umgang damit sollte jedoch immer im Vordergrund stehen und nicht leichtfertig missbraucht werden.
Die Vorfälle zeigen, wie wichtig klare, verständliche Informationen zu den richtigen Verhaltensweisen im Zug sind. Es bleibt zu hoffen, dass solche Missverständnisse in Zukunft vermieden werden können und dass alle Passagiere sicher ans Ziel gelangen.