Ein ganz besonderer Tag für Conny: Die 66-Jährige, die an ALS erkrankt ist, durfte kürzlich ihren ganz persönlichen Herzenswunsch erfüllen. Der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat es ermöglicht, dass Conny zusammen mit ihrer Tochter Madeleine nach Lüneburg reist, dem idyllischen Ort aus der beliebten ARD-Serie „Rote Rosen“. Dieser emotionale Ausflug zeigt eindrucksvoll, wie der ASB seit 2014 todkranken Menschen unvergessliche Erinnerungen schenkt. Mehr als 8000 Wünsche wurden bereits deutschlandweit erfüllt, von Fahrten ans Meer bis hin zu letzten Besuchen bei geliebten Menschen, wie Moin berichtet.
Begleitet von einem professionellen Team aus Krankenschwester, Rettungsassistentin und Fahrer erlebte Conny einen Tag, der voller Freude und Überraschungen steckte. Besonders emotional war der Empfang durch Stadtführer Horst Mietzner, der die Gruppe herzlich willkommen hieß. Ein Highlight des Tages war der Besuch im „Rote Rosen“-Studio, wo die Schauspielerin Caroline Schreiber Conny persönlich begrüßte und sie durch die Kulissen führte. Ein originaler Hoodie aus der Serie wurde ihr als Souvenir überreicht – ein Gedächtnis, das sie für immer begleiten wird.
Mehr als nur ein Wunsch
Doch was macht die Aktivitäten des Wünschewagens so besonders? Menschen in der letzten Lebensphase haben oft unerfüllte Wünsche, die sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation nicht mehr selbst verwirklichen können. Der ASB schafft es durch liebevoll organisierte Fahrten, diese Wünsche zu erfüllen. Häufig sind es Besuche des Meeres, Stadionbesuche der Lieblingsmannschaft oder einfach nur eine Rückkehr an den vertrauten Ort, die den Betroffenen am Herzen liegen, wie auf der Seite von ASB NRW zu lesen ist. Diese Fahrten sind nicht nur ein schönes Erlebnis; sie geben den Menschen die Gelegenheit, für einen Moment ihre Krankheiten zu vergessen.
Das Beste daran: Die Fahrten sind kostenfrei für die Betroffenen und ihre Begleitpersonen, wobei die Finanzierung ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge erfolgt. Es sind die zahlreichen ehrenamtlichen Wunscherfüller:innen, die den Fahrgästen und ihren Angehörigen mit einem guten Händchen zur Seite stehen. Eva-Maria, eine betroffene Angehörige, berichtet eindrücklich über die Bedeutung der Wunschfahrt ihres verstorbenen Mannes. Die emotionalen Erlebnisse zeigen, wie wichtig derartige Angebote sind und welch großen Unterschied sie im Leben von Menschen machen können.
Für Conny waren die Stunden in Lüneburg eine willkommene Ablenkung von ihrem täglichen Kampf gegen die Krankheit. „Es ist schön, Wünsche erfüllt zu haben und das Leben gelebt zu haben“, sagte sie bewegend. Dank der unermüdlichen Arbeit des Wünschewagens konnten sie und ihre Tochter für eine kurze Zeit die Sorgen des Alltags hinter sich lassen und einfach nur glücklich sein.
Wenn Sie mehr über die Angebote des Wünschewagens erfahren möchten, besuchen Sie die Webseite des ASB NRW. Hier finden Sie Informationen zu den Wünschen, die erfüllt werden können, sowie zur Finanzierung und Unterstützung des Projekts. Während viele sich den großen Fragen des Lebens stellen, macht der ASB es möglich, dass das Besondere für die Menschen Realität wird.