In Diepholz rumort es! Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt können am 25. Januar 2026 erstmals in einem Bürgerentscheid über den Neubau eines Allwetterbads abstimmen. Dieser Schritt kommt nach der Entscheidung des Stadtrats, die bestehenden Freibäder im Müntepark und das Hallenbad Delfin nicht zu sanieren, sondern stattdessen ein neues Schwimmbad zu errichten. Der Rathauschef Florian Marré hat sich bereits mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens getroffen, die eindringlich für den Ausbau des geplanten Schwimmbads werben.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens, darunter Angela Bredemeyer, Martina Volbert und Sonja Behnisch, sammeln seit mehreren Monaten Unterschriften und haben es geschafft, insgesamt 3.352 Unterstützer zu mobilisieren. Damit wurde das erforderliche Quorum von 1.408 Unterschriften, was 10% der wahlberechtigten Bevölkerung entspricht, deutlich überschritten. Die Unterschriften wurden an verschiedenen Orten in Diepholz gesammelt, darunter auch während Wochenmärkten und öffentlichen Veranstaltungen, was zeigt, dass das Thema in der Stadt hoch im Kurs steht. Das Bürgerbegehren wurde inzwischen von der Verwaltung als formal zulässig erklärt, und alle wahlberechtigten Haushalte in Diepholz werden bald Wahlbenachrichtigungen und Informationsbroschüren erhalten.

Die Forderungen der Bürger

Im Fokus des Bürgerbegehrens steht der Ausbau des Außenbereichs des geplanten Allwetterbads. Die Initiatoren fordern, dass statt vier 25-Meter-Bahnen insgesamt sechs 50-Meter-Bahnen installiert werden. Zudem wünschen sie sich eine zusätzliche Sprunganlage mit verschiedenen Sprungbrettern. Diese Forderungen sollen das Angebot für die Einheimischen erheblich verbessern und die Attraktivität des neuen Schwimmbads steigern.

Der Gemeinderat hat bereits klargestellt, dass für die Annahme des Beschlusses mehr als 20% der wahlberechtigten Bürger, also etwa 2.800 Menschen, mit „Ja“ stimmen müssen. Zudem zählt sowohl die Mehrheit der abgegebenen Stimmen als auch die absolute Zahl der Zustimmung. Sollte diese 20%-Marke nicht erreicht werden, so behält sich der Gemeinderat das letzte Wort vor. Die Bürger sind daher aufgerufen, sich rege an der Abstimmung zu beteiligen!

Ein Blick in die Zukunft

Wie schon bei vielen Bürgerentscheiden und Bürgerbegehren in Deutschland üblich, geht es auch hier um ein Thema von großer Bedeutung, das im Zuständigkeitsbereich des Gemeinderats liegt: den Bau und die wesentliche Erweiterung von Freizeitstätten. Die Bürgerentscheide sind eine wertvolle Möglichkeit für die Einheimischen, sich aktiv in die Gestaltung ihrer Gemeinde einzubringen.

Der Zeitplan sieht vor, dass der endgültige Abstimmungstermin voraussichtlich bereits am 1. Dezember 2025 festgelegt wird, gefolgt von einem Ergebnisbericht an den Stadtrat im März 2026. In diesem Rahmen wird der Stadtrat zudem die Möglichkeit haben, seine Position vor dem Bürgerentscheid anzupassen. Es bleibt also spannend, ob die Bürger in Diepholz ein gutes Händchen haben werden und das neue Allwetterbad den gewünschten Schwung erhält!

Für weiteren Informationen und Details zu dem Bürgerentscheid können interessierte Bürger die Berichterstattung von NDR sowie die Seite von n-ag.de besuchen. Für Fragen rund um Bürgerbeteiligungen stehen auch die Informationen auf im.baden-wuerttemberg.de zur Verfügung.