EmslandCare startet: Gesundheitslotsen für mehr Unterstützung!
Ab Januar 2026 startet im Emsland das Projekt „EmslandCare“ mit Gesundheitslotsen in Rathäusern zur Unterstützung bedürftiger Bürger.

EmslandCare startet: Gesundheitslotsen für mehr Unterstützung!
Im Emsland tut sich was im Bereich der Gesundheitsversorgung: Ab Januar 2026 startet das neue Projekt “EmslandCare”, das gezielt Bürger mit psychosozialem, dementiellen oder pflegerischen Unterstützungsbedarf unterstützen soll. Die Gesundheitslotsen, die Teil dieses Programms sind, kommen aus dem sozialpädagogischen oder pflegerischen Sektor und werden in den Rathäusern der Region tätig sein. Wie NDR berichtet, können Betroffene künftig selbstständig Kontakt zu diesen Lotsen aufnehmen, die in wöchentlichen Sprechstunden zur Verfügung stehen und telefonisch erreichbar sind.
Das Projekt startet zunächst in Emsbüren, Spelle und Geeste, bevor es im Februar in weiteren Kommunen implementiert wird. Angedacht sind Anlaufstellen in insgesamt 19 Rathäusern entlang der gesamten Emsland-Region, die von Freren bis Salzbergen reichen. Gesundheitslotsen werden nicht nur beraten, sondern auch an Fachärzte oder Pflegedienste weitervermitteln. Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis betont die Notwendigkeit dieses Programms, da die Ärzte im Alltag oftmals nicht die nötige Zeit für eine solche umfassende Betreuung haben.
Entlastung für Hausärzte und Unterstützung in der Region
Ein zentrales Ziel von “EmslandCare” ist die Entlastung der Hausarztpraxen. In einem ländlich geprägten Raum, wo die medizinische Versorgung oft herausfordernd ist, wird dieses Projekt als wahres Pionierstück angesehen. Wie auch in einer Untersuchung der Stiftung Münch aufgezeigt wurde, sind innovative Ansätze für die Gesundheitsversorgung notwendig, um die Versorgungssituation in ländlichen Regionen zu verbessern.
Die Gesundheitslotsen sollen also die Brücke zwischen den Patienten und den bestehenden medizinischen Strukturen schlagen. Ihre Arbeit umfasst nicht nur die individuelle Unterstützung, sondern auch eine wertvolle Vernetzung und Kooperation mit verschiedenen Dienstleistern im Gesundheitsbereich.
Projektstruktur und Finanzierung
Im Rahmen von “EmslandCare” sind in den Kommunen Sprechzeiten von mindestens vier Stunden pro Woche vorgesehen. Die geplanten Vollzeitstellen sollen durch eine Kombination aus finanziellen Mitteln des Landkreises und der Kommunen finanziert werden. Von insgesamt etwas mehr als einer Million Euro werden ca. 40% über einen Förderantrag beim Land Niedersachsen beantragt. Der verbleibende Betrag von etwa 670.000 Euro wird auf die einzelnen Kommunen umgelegt, was jährlich 11.600 Euro pro Kommune entspricht.
Die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts ist entscheidend, um die medizinische Versorgung im Landkreis dauerhaft zu sichern und die Lebensqualität der Bürger zu erhöhen. Das sind gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe!