In Osnabrück wird derzeit ein ambitioniertes Projekt vorangetrieben, das die digitale Zukunft der Stadt erheblich beeinflussen könnte: Der Glasfaserausbau ist nun in die finale Phase gestartet. Ziel ist es, rund 100.000 Haushalten den Zugang zu modernstem Glasfaserinternet zu ermöglichen. Dies melden die Stadtwerke Osnabrück, die zusammen mit Glasfaser Nordwest seit 2021 am Ausbau arbeiten. Aktuell profitieren bereits etwa 63.000 Haushalte von diesem zukunftssicheren Netz, das Geschwindigkeit und Stabilität in den Alltag bringt, wie die SWO Netz betont.
Die Ausbauarbeiten konzentrieren sich nun auf die verbleibenden sieben Gebiete: Hellern, Sutthausen, Weststadt, Schölerberg, Sonnenhügel, Schinkel, Voxtrup, Eversburg, Pye und Haste. Die Arbeiten beginnen in den Stadtteilen Hintere Wüste und Dodesheide, gefolgt von den Bereichen Kalkhügel, Widukindland und Schinkel-Ost. Bislang wurden beachtliche 450 Kilometer Trasse verlegt, und 400 Netzverteilerkästen sowie sieben FTTH Co-Standorte sorgen für die nötige Internetversorgung.
Ein Zugang für alle
Ein besonders dazu passender Vorteil des Glasfaserausbaus ist der Open Access-Ansatz, der es den Nutzern ermöglicht, aus verschiedenen Telekommunikationsanbietern zu wählen, darunter große Anbieter wie Telekom, Osnatel und 1&1, aber auch regionale Anbieter wie SIT Telecom und Plusnet. Dies fördert die Konkurrenz und kann dazu beitragen, dass die Verbraucher die für sie besten Angebote nutzen.
Die Beliebtheit von Glasfaserinternet ist ungebrochen. Es ist bekannt für seine hohe Datenübertragungsrate und eine geringe Störanfälligkeit, was es zur bevorzugten Technologie für viele Haushalte macht. Diese Technik ermöglicht nahezu unbegrenzte Datenübertragungen und ist somit bestens gerüstet für die steigenden Anforderungen, die an Internetverbindungen gestellt werden. Der durchschnittliche Datenverbrauch pro stationärem Breitbandanschluss ist in den letzten fünf Jahren laut Statista um rund 150 Prozent gestiegen, was den wachsenden Bedarf an Hochgeschwindigkeitsinternet verdeutlicht.
Der Weg zu mehr Anschluss
Im internationalen Vergleich sieht es für Deutschland allerdings noch mau aus: Mit einem Glasfaseranteil von nur etwa 12 Prozent belegt Deutschland Platz 40 im OECD-Ranking. Nur in drei anderen OECD-Staaten liegt der Anteil unter dem deutschen Wert. Im Vergleich schneidet die Schweiz mit rund 33 Prozent deutlich besser ab. Doch es gibt auch Hoffnung: Das Ziel ist es, bis Ende 2025 die Hälfte aller Haushalte und Unternehmen in Deutschland an das Glasfasernetz anzuschließen. Die Verbreitung nimmt jedoch langsam zu, und der größte Teil der Breitbandanschlüsse erfolgt weiterhin über DSL, dessen Marktanteil kontinuierlich sinkt.
Insgesamt steht Osnabrück an einem spannenden Wendepunkt, der die digitale Infrastruktur der Stadt zukunftssicher machen könnte. Die nächsten Schritte werden mit Spannung erwartet. Wer mehr über die erweiterten Ausbaugebiete und den aktuellen Status erfahren möchte, findet alles Wichtige auf der Webseite von swo-netz.de.