In einem verstörenden Verfahren, das die Öffentlichkeit in den Bann zieht, hat das Basler Berufungsgericht die fast 13-jährige Haftstrafe eines ehemaligen Hells Angels-Mitglieds bestätigt. Der 38-jährige türkische Staatsbürger wurde wegen schwerer Vergehen, darunter Vergewaltigung und sexuelle Handlungen mit einem Kind, verurteilt. Diese Entscheidung, die am Montag bekannt gegeben wurde, stellt das Urteil des Strafgerichts aus Mai 2024 klar und lässt kaum Raum für Verständnis für die Taten des Angeklagten. Laut watson.ch bleibt die Strafe von 12 Jahren und 10 Monaten trotz des Einspruchs des Mannes bestehen.
Die Vorwürfe gegen den Mann sind gravierend. Er steht nicht nur im Verdacht, ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, sondern wird auch für die psychische Beeinflussung des Opfers verantwortlich gemacht, als er versuchte, Nacktfotos der 10-jährigen Schwester zu erhalten. Der Angeklagte muss zudem eine Entschädigung von 12.000 Franken an die betroffene 14-Jährige zahlen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass er bereits mehrfach vorbestraft war und über ein Netzwerk verfügte, das er aus seinen früheren hohen Positionen innerhalb der Hells Angels nutzte.
Ein riesiges Geflecht von Verbrechen
Doch der 38-Jährige ist nicht allein verantwortlich für die Gräueltaten, die ihm zur Last gelegt werden. Ein hochrangiges Mitglied der Hells Angels aus Basel steht am Basler Strafgericht vor der Anklage, die eine Liste von Vergehen umfasst, die vom Gangbetrug über Geldwäsche in Millionenhöhe bis hin zu sexuellen Straftaten reicht. Laut theswisstimes.ch ist der Hauptangeklagte ein 36-jähriger, in Basel geborener Türke, der ebenfalls mehrfach in Verbindung mit schweren Verbrechen steht.
Ein weiteres skandalöses Detail: Ein Paar aus dem benachbarten Elsass, das als Sicherheitskräfte bei der Securitas AG im Waaghof-Untersuchungshaftanstalt angestellt war, wird ebenfalls angeklagt. Die 28-jährige Wachfrau steht im Verdacht, wiederholt sexuelle Handlungen mit dem Hauptangeklagten gegen Bezahlung durchgeführt zu haben, während ihr 29-jähriger Partner beschuldigt wird, Handys ins Gefängnis geschmuggelt zu haben. Diese Machenschaften lassen die Dimension der Vorwürfe noch deutlicher werden.
Erhebliche finanzielle Machenschaften
Die Anklage listet auch schwerwiegende finanzielle Vergehen. Der Angeklagte soll in einen Anlagebetrug verwickelt sein, der sich über 3,6 Millionen Euro erstreckt, und es wird vermutet, dass Scheinfirmen zur Täuschung von potenziellen Investoren genutzt wurden. Hinzu kommen Verstöße gegen das Glücksspielgesetz und Fälschungen von Identitätsdokumenten sowie von Covid-Zertifikaten. Ein schweizerischer Fußballer, der prominente Namen wie Breel Embolo trägt, wird in diesem Zusammenhang genannt und steht im Verdacht, in einige dieser Machenschaften verwickelt zu sein, wie srf.ch berichtet.
Der Prozess ist auf zwölf Tage angesetzt und findet unter extremen Sicherheitsvorkehrungen statt. Polizisten mit Sturmgewehren patrouillieren im Gerichtsgebäude, um die Sicherheit während der Verhandlungen zu gewährleisten. Die Zeugen und Beteiligten sind sich der Brisanz dieser Verhandlung bewusst, die nicht nur das Schicksal der Angeklagten, sondern auch das der betroffenen Opfer stark beeinflussen wird.