Mann aus Salzgitter unter Verdacht: Lieferung für Hisbollah enttarnt!
Ein Mann aus Salzgitter steht im Verdacht, Drohnenteile für die Hisbollah geliefert zu haben. Der Prozess beginnt 2026.

Mann aus Salzgitter unter Verdacht: Lieferung für Hisbollah enttarnt!
Ein bemerkenswerter Prozess findet aktuell in Deutschland statt, der tief in die Verknüpfungen zwischen lokalen Akteuren und internationalen Konflikten eintaucht. Upday berichtet von einem Mann aus Salzgitter, namens Fedal Z., der im Verdacht steht, Teile für Drohnen an die Hisbollah geliefert zu haben. Der Prozess wirft nicht nur Fragen über die Aktivitäten des Angeklagten auf, sondern beleuchtet auch die weitreichenden Verbindungen der Hisbollah zu Konflikten im Nahen Osten.
Das Gericht zeigte ein Video, das Fedal Z. während der Beerdigung seines Onkels zeigt. Der Angeklagte trug eine Militäruniform und war umgeben von Hisbollah-Symbolen in den typischen Farben Grün und Gelb. Trauergäste schwenkten die Fahnen der Organisation, die seit ihrer Gründung 1982 erheblichen Einfluss im Libanon ausübt und von vielen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird, darunter auch Deutschland und Österreich (Wikipedia).
Der Angeklagte und seine Verbindungen
Obwohl Fedal Z. die ideologische Nähe zur Hisbollah bestreitet und angibt, unter dem Druck seiner Familie an der Beerdigung teilgenommen zu haben, bringt die Bundesanwaltschaft belastende Indizien vor. So erklärte er vor Gericht, dass ein Hisbollah-Anhänger seine Kleidung ausgewählt und seine Rede geschrieben habe. Seiner eigenen Aussage zufolge sei dies aber die einzige Situation gewesen, in der er sich so gekleidet habe. Er geht sogar so weit, zu behaupten, dass sein Vater, der starb, als Fedal Z. drei Jahre alt war, nie in der Hisbollah aktiv war und sein Onkel zwar für die Organisation gearbeitet habe, dies jedoch nie zu Hause besprochen wurde.
Der Prozess ist bis August kommenden Jahres angesetzt, wobei Fedal Z. plant, in einer Woche zu den konkreten Vorwürfen Stellung zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft führt an, dass der Angeklagte Provisionen von rund 55.000 Euro für seine Dienste erhalten haben soll. Dabei gilt auch hier die Unschuldsvermutung.
Die Hisbollah im Kontext des Nahen Ostens
Ein Blick auf die Aktivitäten der Hisbollah zeigt, dass die Organisation in den letzten Jahren erheblich geschwächt wurde. Tagesschau berichtet, dass finanzielle Unterstützungen, besonders aus dem Iran, zurückgegangen und israelische Angriffe die Gruppe zusätzlich geschädigt haben. Der Konflikt zwischen Hisbollah und Israel hat durch den Überfall der Hamas auf Israel und den damit verbundenen Gaza-Krieg an Intensität zugenommen.
Nach einem massiven Beschuss entlang der Grenze hat die Hisbollah im Oktober 2023 Israel attackiert, was zu einem erneuten Ausbruch militanter Auseinandersetzungen führte. In Folge dieser Ereignisse hat die Organisation nicht nur an Popularität, sondern auch an militärischer Stärke verloren. Politikwissenschaftler berichten zudem von wachsender Skepsis in der Bevölkerung über den Sinn dieser Kriege und dem Rückhalt, den die Hisbollah in den kontrollierten Gebieten genießt, auch wenn ihre militärischen Ressourcen angegriffen werden.
Im Großen und Ganzen ist der Fall von Fedal Z. ein Beispiel dafür, wie lokale und internationale Konflikte sich über Grenzen hinweg verflechten. Die Verbindungen zur Hisbollah, die sich als mächtige politische Kraft im Libanon etabliert hat, werfen Fragen über die Sicherheit und die politischen Strukturen in der Region auf. Die Entwicklungen werden mit Spannung verfolgt, besonders die Reaktionen und das Urteil in diesem Prozess, der bis August nächsten Jahres angesetzt ist.