Im beschaulichen Bienenbüttel tut sich was. An der Grundschule könnte im Frühjahr 2026 ein neuer Schulanbau starten, der bereits seit geraumer Zeit auf der Agenda steht. Architekt Hans-Heinrich Weichsel präsentierte den Entwurf kürzlich im Bauausschuss, und der Bedarf an zusätzlichem Platz für Lernen und Spielen ist kaum zu übersehen. Schließlich gibt es schon seit Jahren Diskussionen über die Raumnot an der Schule, die im Vorentwurf von 2020 und den Verhandlungen im Jahr 2021 angesprochen wurden. Ein Arbeitskreis, bestehend aus Politik, Schule und Verwaltung, hat nun wertvolle Anmerkungen berücksichtigt und in die Planung eingebracht.

Ein großer Wermutstropfen sind die durch die rot-grüne Landesregierung verursachten Verzögerungen. Hier wurde die Förderung von 900.000 Euro auf bescheidene 292.000 Euro gekürzt, was zu einem Anstieg der Baukosten auf etwa 1,5 Millionen Euro führte. Dennoch zeigte sich der Bauausschuss einstimmig für die Entwurfsplanung geöffnet. Der Bauantrag soll im Dezember 2025 eingereicht werden, und die Baugenehmigung könnte, wenn alles gut läuft, im Februar 2026 vorliegen. Der finale Anbau an den südlichen Flügel des bestehenden Schulgebäudes wird 276 Quadratmeter zusätzliche Fläche für den Unterricht bieten und rüstet sich sogar mit einer Photovoltaikanlage aus.

Einrichtungen und Räume für die Zukunft

Was bietet der neue Anbau konkret? Geplant sind unter anderem ein großer Klassenraum sowie zwei Gruppenräume im Erdgeschoss und ein weiterer Klassenraum im Obergeschoss. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Inklusion gelegt. Schulleiterin Silke Beckmann macht deutlich, wie dringend der zusätzliche Platz gebraucht wird. Immerhin sind auch Differenzierungsräume vorgesehen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Nicht zuletzt ist eine Fluchtbrücke eingeplant, die eine schnelle Evakuierung im Notfall ermöglicht.

Die Gemeinde will sich zudem um weitere Förderungen bemühen. Ab dem 1. Februar 2026 gibt es die Möglichkeit, zusätzliche Fördermittel im „Windhundverfahren“ zu beantragen, was die Hoffnung auf eine finanzielle Entlastung für die Gemeindekasse weckt.

Mehrzweckzentrum in Bienenbüttel

Doch das Schulanbau-Projekt ist nicht das einzige Bauvorhaben, das die Gemeinde Bienenbüttel begeistert. Gleichzeitig wird auch ein neues Mehrzweckzentrum errichtet, dessen Gesamtkosten sich auf stolze 12,4 Millionen Euro belaufen. Hier darf sich Bienenbüttel über eine Million Euro an Fördermitteln aus dem Städtebauprogramm freuen, die den Gesamtbetrag der Fördergelder auf rund 6,8 Millionen Euro anwachsen lassen. Der Landkreis Uelzen wird mit weiteren 2 Millionen Euro in die Bresche springen.

Diese finanziellen Mittel errechnen sich wie folgt:

Fördermittelquelle Betrag
Gesamtbetrag Städtebauförderung 6,8 Millionen Euro
Bewilligte Fördermittel vom Landkreis Uelzen 2 Millionen Euro
Eigenanteil der Gemeinde 3,5 bis 4,5 Millionen Euro

Bürgermeister Dr. Merlin Franke bedankte sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Mitarbeitern, dem Bund, dem Land und dem Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer für die Unterstützung. Die Gemeinde steht damit vor einer spannenden Zeit, in der sowohl die schulische Infrastruktur als auch die Gemeinschaftsräume erheblich aufgewertet werden.

In Bienenbüttel liegt also einiges an, was die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger betriff. Während die Schule an ihrer Erweiterung arbeitet, wird auch das neue Zentrum für vielfältige Veranstaltungen die soziale Interaktion und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Die Weichen sind gestellt, und die Zukunft verspricht einige interessante Entwicklungen!

Für weitere Informationen zu den geplanten Projekten können die Artikel von AZ Online und Bienenbüttel.de besucht werden.