Winter kommt schneller als gedacht: Kälte-Chaos ab Nikolaus droht!
Ein plötzlicher Winterwetterumschwung in Deutschland könnte ab Nikolaus erwarten. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und Auswirkungen.

Winter kommt schneller als gedacht: Kälte-Chaos ab Nikolaus droht!
Die Vorweihnachtszeit bringt nicht nur besinnliche Stimmung, sondern auch aufregende Wetterentwicklung mit sich. Ab dem Nikolaustag, dem 6. Dezember, könnte sich in Deutschland ein absoluter Winterumschwung anbahnen. Während zu Beginn des Dezembers noch milde Temperaturen herrschen, deuten aktuelle meteorologische Modelle auf kalte Witterung hin. Das az-online.de berichtet von möglichen frostigen Nächten, Schneeschauern und nachhaltigen Winterepisoden, die schon bald das Bild der Adventszeit prägen könnten.
Ein wesentlicher Faktor für diese Veränderung ist der Zustand des Polarwirbels. Dieser große, rotierende Luftbereich um die Pole beeinflusst maßgeblich die Witterungsverhältnisse in Europa. Der Polarwirbel kann in stabile und instabile Zustände übergehen, wobei Letzteres kalte Luftmassen nach Mitteleuropa lenken kann. Ein schwächerer Polarwirbel, der in dieser Zeit zu beobachten sein könnte, begünstigt die Entstehung blockierender Hochdruckgebiete im Nordatlantik. Diese bleiben oft für längere Zeit bestehen und können Schneefälle auslösen, sollten die Umstände stimmen, berichtet auch Wikipedia.
Die Rolle der Arktischen Oszillation
Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die Arktische Oszillation (AO), ein Phänomen, das den Luftdruckunterschied zwischen arktischen und mittleren Breiten beschreibt. Die AO hat zwei Phasen, von denen die negative Phase besonders relevant ist, da sie kalte Polarluft verstärkt nach Europa transportieren kann. Eine negative AO-Phase wurde in der Vergangenheit häufig mit Kältewellen in Europa in Verbindung gebracht, wie das Beispiel der Kälteanomalie im Jahr 2018 zeigt. Dort waren sowohl die AO- als auch die NAO-Indizes massiv ins Negative gefallen, was die Kältewelle begünstigte. Die Möglichkeit, dass sich dies auch heuer wiederholt, sorgt für Vorfreude – und ein wenig Sorge, wenn man an Glätte und kalte Temperaturen denkt Wikipedia.
Angesichts der prognostizierten Wetterwechsel zeigen sich in der Atmosphäre bereits Anzeichen für eine mögliche Umstellung. Sind die Bedingungen im Wettergeschehen günstig, könnte ein „Kaltluftreservoir“ aus dem Osten des Kontinents mobilisiert werden, das die kalten Luftmassen nach Mitteleuropa bringt. Solch ein Szenario würde nicht nur für ein frosty Flair sorgen, sondern auch zahlreiche Winterfans freuen und die besinnliche Vorweihnachtszeit umso schöner gestalten.
Zu beachten ist, dass die milden Temperaturen zu Beginn des Dezembers auf eine stabile Westlage zurückzuführen sind. Diese kann jedoch schnell kippen, wenn die genannten Wetterphänomene – wie die Instabilität des Polarwirbels und die Arktische Oszillation – eintreten. Das Zusammenspiel von großräumigen Wechselwirkungen und verschiedenen Indizes gestaltet somit die Weihnachtszeit spannend, und wer weiß, vielleicht wird der erste Schnee bereits bald auf den Tellern der Weihnachtsmärkte liegen.