Am 27. November 2025 fand an der Stegemannschule Lohne eine informative Veranstaltung statt, bei der zwei engagierte Bauhof-Mitarbeiter, Marvin Lindhorst und Leon Haarmann, über ihre Ausbildungsberufe berichteten. Lindhorst, im zweiten Lehrjahr als Straßenwärter, und Haarmann, im dritten Lehrjahr als Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, gaben den Schülerinnen und Schülern interessante Einblicke in ihre Tätigkeiten. Begleitet wurden sie von Pia Farin vom Personal-Fachdienst, die die Veranstaltung unterstützte.
Ein Kurzfilm vermittelte anschauliche Eindrücke des Betriebsgeländes der Stadt Vechta sowie der verschiedenen Ausbildungsberufe. Die Schüler hatten die Gelegenheit, direkt aktiv zu werden: Sie befestigten ein Straßenschild an einem Schilderpfosten und wechselten eine Batterie an einer Warnlampe aus. Bei einem lehrreichen Quiz ordneten die Schülerinnen und Schüler zudem die Namen von Pflanzen den entsprechenden Bildern zu.
Ausbildung zum Straßenwärter
Die Ausbildung zum Straßenwärter, die eine Dauer von drei Jahren hat, kombiniert praktische Arbeit im Betrieb mit theoretischen Inhalten in der Berufsschule. Jetzt wird die Stadt Vechta für den Ausbildungsstart am 1. August 2026 einen neuen Auszubildenden oder eine Auszubildende suchen. Ein Blick auf die Anforderungen dieser Ausbildung zeigt, dass Straßenwärter für die Instandhaltung von Straßen, Autobahnen und Grünflächen verantwortlich sind. Ihre Aufgaben umfassen die Behebung von Schäden an Fahrbahnen, Gehwegen und Parkplätzen sowie die Pflege von Grünflächen wie dem Mähen und Bewässern, sodass sie wahrlich ein „gutes Händchen“ für die Gestaltung unserer Verkehrswege haben müssen.
Die Ausbildung ist kein Zuckerschlecken — körperliche Fitness ist gefragt, da die Arbeit oft an der frischen Luft und unter wechselnden Witterungsbedingungen stattfindet. Des Weiteren müssen Sicherheitsvorschriften beachtet werden, was das Tragen von Signalfarbe und die Absicherung von Baustellen einschließt. Im ersten Lehrjahr verdient man bereits 850 Euro, das Gehalt steigt über die Jahre bis auf knapp 950 Euro im dritten Lehrjahr. Nach der Ausbildung können Straßenwärter, je nach Weiterbildung, mit einem Monatsgehalt von 2300 bis 2500 Euro rechnen. Für die Aufsteiger und Ambitionierten besteht die Möglichkeit, sich zum Straßenwärtermeister weiterzubilden oder ein Studium im Bauingenieurwesen zu beginnen, was mit einem Gehalt von bis zu 3500 Euro belohnt werden kann.
Berufliche Entwicklung und Trends
Die Thematik der beruflichen Bildung hat auch in Deutschland einen hohen Stellenwert, wie der jährliche Berufsbildungsbericht zeigt. Dieser wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt, unterstützt durch das Bundesinstitut für Berufsbildung. Diese Berichte liefern wichtige Daten und Trends zur Entwicklung von Ausbildungsberufen, wobei seit 2009 zwischen einem Bericht mit politischer Bewertung und einem detaillierten Datenreport unterschieden wird. Diese Informationen sind besonders wertvoll für die Ausbildungssuchenden und Arbeitgeber, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben und rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Die Veranstaltung an der Stegemannschule hat das Interesse der Schülerinnen und Schüler geweckt, was sich in zahlreichen Anfragen nach Praktikumsplätzen äußerte. Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, junge Menschen über die Möglichkeiten und Perspektiven in der beruflichen Bildung zu informieren. Wer Lust auf eine abwechslungsreiche Ausbildung hat und sich für den Beruf des Straßenwärters interessiert, sollte einen Blick auf die Stellenausschreibungen der Stadt Vechta werfen, die auf der Website www.vechta.de/jobs zu finden sind.