In Wilhelmshaven hat die Feuerwehr kürzlich unübliche Museumsbesuche durchgeführt. Der Übungsort war ein im Deutschen Marinemuseum ausgestelltes U-Boot. Ziel dieser Übungen war die Menschenrettung in engen Innenbereichen, was eine besondere Herausforderung für den Rettungsdienst und die Feuerwehr darstellt. Die Feuerwehr Wilhelmshaven, die auch in maritime Gefahrenabwehr auf See eingebunden ist, hat diese Gelegenheit genutzt, um ihre Fähigkeiten zu schulen. Insbesondere kleinere Seeschiffe haben oft enge Räume, was die Notwendigkeit solcher Übungen unterstreicht. Das Deutsche Marinemuseum stellte das U-Boot für die Übungen zur Verfügung, und das Übungsszenario beinhaltete die Versorgung einer schwer erkrankten Person im U-Boot. An der Übung waren sowohl der Rettungsdienst als auch ein Löschfahrzeug beteiligt, wobei der Fokus auf der Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen lag. Verschiedene Möglichkeiten zur patientengerechten Rettung aus dem U-Boot wurden geübt, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Weitere Informationen zu diesen Übungen finden Sie in einem Artikel auf der Website der Stadt Wilhelmshaven hier.

NATO-Übung zur U-Boot-Abwehr

Die Wichtigkeit von Übungen zur U-Boot-Bekämpfung wird auch auf internationaler Ebene erkannt. So fand vom 10. bis 14. November 2025 die NATO-Übung „Playbook Merlin 25“ statt, die sich auf U-Boot-Bekämpfung und Unterwasseroperationen konzentrierte. Diese Übung hatte das Ziel, U-Boot-Besatzungen und Überwasserkräfte auf die Realitäten von Unterwasseroperationen vorzubereiten und die U-Boot-Abwehrfähigkeiten in der Ostsee zu stärken. Dabei sollte die Zusammenarbeit der alliierten Marinen demonstriert werden. Die Zielsetzungen umfassten die Sicherung der Seeverbindungswege, den Schutz kritischer Infrastrukturen sowie die Verbesserung der Fähigkeiten in der Unterwasserkriegsführung.

Teilnehmer dieser Übung waren U-Boote aus Schweden und Deutschland (U-35), das US-Marine Seefernaufklärungsflugzeug P-8A Poseidon sowie Überwasserschiffe und Hubschrauber aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Schweden. Die Übung wurde vom Allied Maritime Command der NATO in Northwood/UK geleitet und von Schweden ausgerichtet. Weitere Teilnehmer wurden von der NATO nicht genannt. Weitere Details zur NATO-Übung finden Sie hier.

Maritime Brandbekämpfung und Schulung

In der maritimen Welt ist die Ausbildung im Bereich der Brandbekämpfung von entscheidender Bedeutung. Ein Beispiel dafür ist ein Trainingszentrum, das kofinanziert von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird. Es gehört zum operationellen Programm Mecklenburg-Vorpommern 2014-2020 und bietet individuell auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmte Lehrgänge an. Diese beinhalten sowohl Praxis- als auch Theorieeinheiten und decken Schwerpunkte wie Ladungsbrand, Maschinenraumbrand und Personensuche ab.

Die Einsatzübungen finden vor Ort, im Hafen oder im realen Schiffsbetrieb statt und richten sich an Feuerwehren, Havariekommando und Werften. Dabei spielen auch Evakuierungsübungen für Schiffsbesatzungen eine zentrale Rolle. Die Ausbildung umfasst eine Vielzahl von Tätigkeiten, von der Planung und Durchführung von Einsatzübungen bis hin zu Schulungen für Einsatzkräfte und Einsatzleiter der Berufsfeuerwehren. Weitere Informationen zu diesen Lehrgängen sind auf der Website des Ausbildungszentrums zu finden hier.

Diese Übungen und Schulungen sind nicht nur für die Feuerwehr Wilhelmshaven von Bedeutung, sondern verdeutlichen auch die Notwendigkeit, sich auf maritime Gefahren und die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten. Die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen und internationalen Partnern ist dabei der Schlüssel zu erfolgreichem Handeln in Notfällen auf See.