Wilhelmshaven: Marine-Rekruten starten neue Ära der Ausbildung!
Wilhelmshaven bildet erstmals seit Jahrzehnten Rekruten der Marine aus. Erfahren Sie mehr über die Grundausbildung und ihre Inhalte.

Wilhelmshaven: Marine-Rekruten starten neue Ära der Ausbildung!
Seit Oktober 2025 wird am Marinestützpunkt Heppenser Groden in Wilhelmshaven wieder eine Grundausbildung für Rekrutinnen und Rekruten durchgeführt. Erstmals seit Jahrzehnten hat die Bundeswehr diese Entscheidung getroffen, denn der Standort war zuvor nicht für die Militärausbildung zuständig. Das Interesse an der Ausbildung in der Marine hat spürbar zugenommen, was der Anlass für die Rückkehr nach Wilhelmshaven ist. In den ersten Wochen haben 90 junge Soldaten die neue Herausforderung angenommen und berichten von ihren positiven Erfahrungen und dem Geist der Kameradschaft, wie NWZonline dokumentiert.
Kapitänleutnant Niels Schildwächter, der Chef der Ausbildungs- und Schutzkompanie, zeigt sich begeistert von der Motivation der Rekruten. Diese bringen oft schon Vorwissen mit, was die Ausbildung erheblich bereichert. Während der zwölfwöchigen Grundausbildung werden grundlegende militärische Aufgaben sowie die Rechte und Pflichten eines Soldaten vermittelt. Die Ausbildung umfasst nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Fähigkeiten wie Schießen, Innere Führung und körperliche Fitness.
Rettungsübungen im Fokus
Ein zentrales Element der Ausbildung sind die Rettungsübungen, bei denen die Rekruten im Umgang mit Marinerettungswesten und Kälteschutzanzügen geschult werden. Anhand praktischer Übungen in der Rettungsübungshalle lernen sie, wie sie in Notfällen korrekt reagieren sollten. Bis jetzt haben alle 89 Rekruten die Ausbildung durchgehend gemeistert, was für die hohe Motivation und Unterstützung, sowohl untereinander als auch durch die Ausbilder, spricht.
In der Gesamtgestaltung der Grundausbildung fließen auch Erkenntnisse ein, die durch aktuelle Konflikte, wie den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, gewonnene wurden. So wird unter anderem die Bedienung von Drohnen in die Lehrpläne integriert, um die Rekruten optimal auf die modernen Herausforderungen vorzubereiten, was Soldat und Technik berichtet.
Ein Ausblick in die Zukunft
Die Bundeswehr bleibt kontinuierlich dabei, ihre Programme zur Grundausbildung zu modernisieren. Hierbei wird ein wachsendes Personalvolumen angestrebt, das nicht nur eine hohe Einsatzbereitschaft hilft, sondern auch für die eigene Sicherheit von Deutschland und seinen Verbündeten sorgt. In den nächsten Jahren soll die aktive Truppe sowie die Reserve auf etwa 200.000 Soldaten anwachsen. Die neu gestaltete Grundausbildung ist so konzipiert, dass sie den Rekruten erlebnisreiche und fordernde Ausbildungsinhalte bieten kann.
Abgesehen von den praktischen Übungen wird auch der formale Dienst, der bis zum Gelöbnis am 13. November besonders gewichtet wird, intensiv geübt. Dadurch sollen die Rekruten einen guten Eindruck hinterlassen, denn die Bundeswehr hat ein großes Interesse daran, die richtigen Anreize zu schaffen und ein frisches Rekrutierungsprogramm zu etablieren, das auf Flexibilität und moderne Anforderungen ausgerichtet ist.