Alarmstimmung: Nitsch warnt vor Grönland-Übernahme durch die USA!
Die SSW-Vorsitzende Sybilla Nitsch warnt vor den Folgen einer möglichen US-Übernahme Grönlands und betont den Respekt vor dem Völkerrecht.

Alarmstimmung: Nitsch warnt vor Grönland-Übernahme durch die USA!
In diesen Tagen stehen die geopolitischen Spannungen rund um Grönland im Fokus. Sybilla Nitsch, die Parteivorsitzende des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), warnt eindringlich vor den katastrophalen Folgen einer möglichen Übernahme Grönlands durch die USA. „So eine Übernahme wäre eine Katastrophe für die Identität, Kultur und Selbstbestimmung der hier lebenden Minderheiten“, äußerte sich Nitsch laut n-tv.
Nitsch ist besonders besorgt über die völkerrechtlichen Implikationen und betont, dass strategische Interessen das Völkerrecht nicht ersetzen dürfen. In ihren Augen ist der Respekt vor Grenzen und die Einhaltung internationaler Verträge unumgänglich für eine friedliche Zukunft, nicht nur für Grönland, sondern auch für andere betroffene Minderheiten. Sie fordert ein geschlossenes Auftreten von Dänemark und Grönland mit Unterstützung aus Deutschland und Europa.
Die Reaktion der Dänischen Regierung
Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hat sich ebenfalls klar positioniert. Sie bezeichnete die Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland als völlig absurd und erklärte, dass die USA kein Recht hätten, ein Land des dänischen Königreichs zu annektieren. Frederiksen forderte die USA auf, jegliche Drohungen gegen Dänemark und Grönland einzustellen. Ihre Worte spiegeln den Konsens der skandinavischen Nachbarstaaten wider, die sich unisono hinter Dänemark stellen, wie DW berichtet.
Der Umgang mit dem Thema Grönland hat auch politische Spannungen zwischen den USA und Europa neu entfacht. Trump selbst äußerte, dass Grönland strategisch wichtig für die amerikanische Verteidigung sei und verspottete Dänemarks Sicherheitsmaßnahmen. Solche Aussagen lassen die Verbindungen zwischen Grönland und Dänemark, besonders in deren gemeinsamer Geschichte, noch wichtiger erscheinen.
Völkerrecht und geopolitische Realitäten
Grönland war einst eine dänische Kolonie und hat seit 2009 das Recht auf Unabhängigkeit – eine Tatsache, die in der aktuellen Debatte oft vergessen wird. Während die USA an der strategischen Bedeutung der Region interessiert sind, fordern Grönlands Führung und die EU den Respekt vor internationalem Recht und die Souveränität des Landes. Die geopolitischen Spannungen lassen das Völkerrecht als eine Waffe erscheinen, die im Rennen um Einfluss und Ressourcen immer wieder genutzt wird. Laut Die Presse ist das internationale Rechtssystem derzeit in einer tiefen Krise, da viele Staaten sich nicht mehr an die bestehenden Regeln halten.
Die letzten Ereignisse verdeutlichen, wie geopolitische Interessen die Souveränität kleinerer Staaten untergraben können. Der Dialog zwischen den Nationen, der auf gegenseitigem Respekt basieren sollte, wandelt sich mehr und mehr zu einem Machtspiel, in dem finanzielle und militärische Interessen dominieren. Nitsch betont dies, wenn sie sagt, dass die verbalen Angriffe der letzten Zeit Grönlands Bindung an Dänemark eher stärken, und viele Grönländer beginnen, ihre Historie und ihren Stolz neu zu bewerten.
Die internationale Gemeinschaft steht nun in der Verantwortung, Völkerrecht nicht nur als theoretisches Konstrukt zu betrachten, sondern aktiv für dessen Einhaltung einzutreten. Die Entwicklungen im Fall Grönland sind ein eindringlicher Reminder, dass das Rechtssystem oft an seine Grenzen stößt, besonders wenn es um strategische Ressourcen und geopolitische Macht geht.