Rekordbesuch auf Schloss Gottorf: Über 53.000 für Wikingerausstellung!
Schloss Gottorf in Schleswig verzeichnete mit über 53.000 Besuchern einen Rekord für die Wikingerausstellung. Erfahren Sie mehr!

Rekordbesuch auf Schloss Gottorf: Über 53.000 für Wikingerausstellung!
Schloss Gottorf in Schleswig kann stolz auf einen neuen Besucherrekord blicken: Insgesamt haben 53.322 Menschen die eindrucksvolle Ausstellung “Wikingerdämmerung. Zeitenwende im Norden” besucht. Der Besucheransturm ist nicht nur ein ein toller Erfolg für das Schloss, sondern auch für die Partnerinstitutionen – das Museum für Archäologie, das Wikinger Museum Haithabu und das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) – die in Zusammenarbeit diese beeindruckende Schau organisiert haben. Die Ausstellung endete am vergangenen Wochenende und wurde von den Landesmuseen gemeldet. Darüber hinaus markiert dies die erfolgreichste Sonderausstellung in der 26-jährigen Geschichte der Stiftung Schloss Gottorf, wie NDR berichtet.
Doch was macht die Ausstellung so besonders? “Wikingerdämmerung” widmete sich der spannenden Spätphase der Wikingerzeit und beleuchtet die politischen sowie wirtschaftlichen Veränderungen, die zu einer Zeitenwende führten. Im Jahr 1066, als ein slawisches Heer den Seehandelsplatz Haithabu überfiel und zerstörte, wurde nicht nur dieser Ort in den Geschichtsbüchern unvergesslich, sondern es wurde auch der Grundstein für die Gründung des Seehandelsplatzes Schleswig gelegt. In diesem Jahr eroberte zudem Wilhelm, der Herzog der Normandie, England – ein Ereignis, das den Verlauf der Geschichte entscheidend beeinflusste. Diese spannende Zeit wird auf einer Ausstellungsfläche von über 1.000 Quadratmetern eindrucksvoll in Szene gesetzt, wie landesmuseen.sh hervorhebt.
Einblicke in die Vergangenheit
Die Ausstellung bietet eine Vielzahl an archäologischen Funden und aktuellen Forschungsergebnissen aus der späten Wikingerzeit. Besucher konnten sich an faszinierenden Exponaten erfreuen, darunter Schatzfunde aus Gold und Silber sowie altem Schriftmaterial. Besonders bemerkenswert ist der Nachdruck des berühmten Teppichs von Bayeux, der 68,38 Meter lang und 53 Zentimeter breit ist. Auch ein Fragment des Teppichs, das im Landesarchiv entdeckt wurde, wurde erstmals öffentlich gezeigt. Weitere Highlights sind der Morsumer Schatzfund von der Insel Sylt und die silberne Prachtfibel von Sutton, die aus dem British Museum stammt.
Die Ausstellung ist dreisprachig und nahezu vollständig in Gebärdensprache übersetzt, was ihr inklusives Konzept unterstreicht. Außerdem gibt es ein breites Begleitprogramm mit Führungen, Workshops und wissenschaftlichen Veranstaltungen, das durch ein Forschungslabor ergänzt wird. Die Projektleitung übernehmen Dr. Ralf Bleile und Prof. Dr. Dieter Quast, während die Kuratoren Dr. Thorsten Lemm, Franziska Lichtenstein M.A. und Dr. Volker Hilberg für den gelungenen Inhalt sorgen.
Blick in die Zukunft
Das Schloss hat bereits die nächste Ausstellung mit dem Titel “TORF” in Aussicht, die ab dem 10. Dezember auf der Museumsinsel in Schleswig eröffnen wird. Hier erwartet die Gäste eine spannende Schau mit Arbeiten des international gefeierten Künstlers Daniel Richter.
Besonders bemerkenswert ist, dass diese Erfolge in einem Kontext stattfinden, in dem jüngere Generationen, wie die Millennials, zunehmend Erlebnisangebote und kulturelle Veranstaltungen nachfragen. Diese Generation bringt frischen Wind in die Besucherzahlen und zeigt, dass interaktive und gut gestaltete Ausstellungen auf großes Interesse stoßen. Tatsächlich sind Millennials, die zwischen 1981 und 1996 geboren wurden, dafür bekannt, eher Werte wie Gemeinschaft und Erfahrungen über materielle Güter zu stellen, was sich auch in der gestiegenen Besucherzahl von Schloss Gottorf widerspiegelt, wie Wikipedia berichtet.
Schloss Gottorf hat ein gutes Händchen bewiesen, indem es auf die Bedürfnisse der Besucher eingegangen ist und attraktive Events geschaffen hat, die Geschichte erlebbar machen. Man darf gespannt bleiben, was die Zukunft bringt und welche neuen Besucherrekorde noch aufgestellt werden könnten!