Am Sonntagnachmittag, dem 19. April 2026, versammelten sich 5.214 Fußballbegeisterte in der Lohmühle, um das 150. Stadt-Derby zwischen dem VfB Lübeck und dem 1. FC Phönix Lübeck in der Regionalliga Nord zu erleben. Unter den Zuschauern waren etwa 150 Gästefans, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten. Das Derby hatte alles, was das Herz eines Fußballfans begehrt: Spannung, Dramatik und einen packenden Spielverlauf.
Bevor die Partie begann, wurde in einer bewegenden Gedenkminute der verstorbenen ehemaligen Spieler Manni Bomke und Felix van der Steen gedacht. Diese respektvolle Geste setzte den Ton für ein Spiel, das trotz seiner Rivalität von Fairness und Respekt geprägt war. Der Anpfiff verzögerte sich leicht, doch als der Schiedsrichter schließlich die Pfeife ertönen ließ, waren alle Augen auf das Geschehen gerichtet.
Ein spannungsgeladener Spielverlauf
In der 19. Minute jubelten die Gäste, als Julian Markvoort das 0:1 für Phönix Lübeck erzielte. Doch der VfB Lübeck ließ sich nicht unterkriegen. Torwart Phillip Diestel zeigte in der 29. Minute sein Können und verhinderte einen weiteren Treffer der Gäste, was die Fans wieder aufmunterte. Es folgte ein hitziges Duell, das in der 33. Minute in einer Rudelbildung mündete, als Anton Ihde und Marvin Thiel mit Gelben Karten bestraft wurden.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es schließlich Dardan Karimani, der für den VfB Lübeck den Ausgleich zum 1:1 erzielte und die Stimmung im Stadion zum Überkochen brachte. Die zweite Halbzeit begann mit hohem Tempo, und es dauerte nicht lange, bis Yusuf Wardak in der 56. Minute den VfB Lübeck mit 2:1 in Führung brachte. Die Zuschauer waren aus dem Häuschen!
Der entscheidende Moment
In der 75. Minute folgte der nächste Höhepunkt: Mika Lehnfeld erhielt einen Elfmeter nach einem Handspiel, den Mikail Polat souverän verwandelte und somit auf 3:1 stellte. Phönix Lübeck gab sich zwar nicht auf und hatte in der 82. Minute mit einem Schuss von Philippe Markvoort Pech, als der Ball an die Latte ging. Doch der VfB Lübeck war an diesem Tag einfach stärker und sicherte sich den Sieg durch eine beeindruckende Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.
Das Derby war ein weiteres spannendes Kapitel in der langen Geschichte der Regionalliga Nord, die nach der Einführung der 2. Bundesliga 1974/75 als drittklassige Liga wieder ins Leben gerufen wurde. Die Regionalliga umfasst seitdem die gleichen Landesverbände wie von 1963/64 bis 1973/74 und bietet Mannschaften wie dem VfB Lübeck und dem 1. FC Phönix Lübeck eine Plattform, um sich im deutschen Fußball zu beweisen. Auch heute noch kämpfen die Teams um den Aufstieg und die Ehre, in den höheren Ligen zu spielen.
Insgesamt bleibt das Stadt-Derby ein fester Bestandteil der Lübecker Fußballkultur und zieht nicht nur eingefleischte Fans, sondern auch Neugierige an, die den Nervenkitzel und die Atmosphäre eines spannenden Spiels erleben möchten.