Preiserhöhungen für Marzipan: Bittere Weihnachten für Naschkatzen!
Preise für Lübecker Marzipan steigen: Niederegger erhöht aufgrund gestiegener Rohstoffkosten und Nachfrage um 10%. Weihnachten 2025.

Preiserhöhungen für Marzipan: Bittere Weihnachten für Naschkatzen!
Gerade rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit 2025 erreichen die Preise für festliche Süßigkeiten neue Höhen. Besonders im Fokus stehen dabei die beliebten Marzipanprodukte, die nicht nur in Norddeutschland, sondern quer durch Deutschland zu den unentbehrlichen Delikatessen der Feiertage zählen. Die Traditionsmarken Niederegger und Erasmi & Carstens haben mittlerweile signifikante Preiserhöhungen angekündigt, die aufgrund gestiegener Rohstoffpreise, insbesondere für Mandeln und Kakao, unumgänglich sind. Niederegger, ein namhafter Marzipanhersteller aus Lübeck, hat die Preise um 10% angehoben, während der Anbieter Erasmi & Carstens seine Produkte sogar um 11% teurer macht. So hat sich der Preis für eine Packung Marzipan von 1,79 Euro auf 1,99 Euro erhöht, wie fr.de berichtet.
Doch was treibt die Preise überhaupt in die Höhe? Ein gewisser Spielraum in der Herstellung ist für die Unternehmen kaum mehr gegeben. Die Mandelpreise steigen durch einen Zollstreit mit den USA und eine wahre Flut an Nachfrage aus aller Welt. Hinzu kommen die schlechten Ernten in den Kakao-Anbaugebieten, ausgelöst durch Dürreperioden in Westafrika. Diese Faktoren sorgen dafür, dass Marzipanliebhaber nicht nur auf die Kosten für Marzipanbrote, Herzen oder Weihnachtsmänner vorbereitet sein sollten, sondern sich auch im Klaren darüber sein müssen, dass die Preise für zahlreiche Süßwaren in den letzten Jahren um bis zu 46% gestiegen sind, so t-online.de.
Produktion und Auswahl
Niederegger hat das große Glück, sich als Premiumhersteller zu positionieren und verzichtet somit auf Geschäfte mit Discountern. Diese Strategie hat zwar seine Vorteile, lässt die Preise jedoch ebenfalls steigen. Das Unternehmen produziert täglich rund 30 Tonnen Marzipan mit einer Belegschaft von 500 Mitarbeitenden, plus 150 Saisonkräften zur Weihnachtszeit. Die Produktpalette reicht vom klassischen Marzipanbrot über Dominosteine bis hin zu aufwendigen Adventskalendern, deren Preise bis zu 150 Euro betragen können, wie infranken.de aufzeigt.
Für die Weihnachtszeit sind Marzipan und die damit verbundenen Spezialitäten ein Muss. Sie finden sich in vielen traditionellen Rezepten, sei es in Stollen, Plätzchen oder gar Bratäpfeln. Die gesteigerten Preise werden dabei nicht blind hingenommen; viele Verbraucher ziehen in Erwägung, Marzipan selbst zu machen. Die notwendigen Grundzutaten wie blanchierte Mandeln, Puderzucker, Rosenwasser und optional Bittermandelaroma sind bei vielen leicht zu besorgen. Wer zur Weihnachtszeit kreativ werden möchte, kann so sein eigenes, entspannteres Marzipanerlebnis kreieren.
Fazit und Ausblick
Die Zeichen in der Süßwarenbranche stehen auf Sturm, besonders die Marzipanpreise lassen die Kauflaune der Sparfüchse sinken. Dennoch gibt es die Möglichkeit, sich außerhalb der Hauptsaison einzudecken und mit Rabatten von bis zu 50% nach Neujahr zu profitieren. Aber für all jene, die nicht auf ihr Staatsgebäck verzichten möchten, wird der Gang zum nächsten Geschäft unvermeidbar sein. Die Tradition des Schenkens von Süßigkeiten an Weihnachten lebt weiter – auch wenn vor allem die Naschkatzen in diesem Jahr etwas tiefer in die Tasche greifen müssen.