Mühlentorbrücke in Lübeck: Vollsperrung für alle Fahrzeuge aufgrund Bauschäden!
Die Mühlentorbrücke in Lübeck ist wegen gravierender Bauschäden seit dem 5. Dezember 2025 voll gesperrt. Umfangreiche Sanierungen geplant.

Mühlentorbrücke in Lübeck: Vollsperrung für alle Fahrzeuge aufgrund Bauschäden!
In Lübeck gibt es derzeit große Sorgen um die Mühlentorbrücke. Aufgrund gravierender Bauschäden ist die Brücke nun voll gesperrt, was für den gesamten Fahrzeugverkehr Konsequenzen hat. Täglich nutzen etwa 21.000 Fahrzeuge, darunter 1.400 Lastwagen und 730 Busse, diesen wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Die Stadt steht vor der Herausforderung, die umliegenden Verkehrswege umzugestalten, da zwölf Stadtbuslinien umgeleitet werden müssen. Autofahrer sollten sich auf erhebliche Behinderungen einstellen, die durch die Umleitungen entstehen.
Die aktuellen Probleme sind das Ergebnis einer Sonderprüfung, die eine Verschlechterung des Brückenstatus seit der letzten Inspektion im Sommer 2023 bestätigte. Diese Situation hat eine Vollsperrung notwendig gemacht, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die Mühlentorbrücke, die fast 130 Jahre alt ist, wurde seit 2019 bereits mehrfach hinsichtlich ihrer Verkehrssicherheit eingeschränkt. So wurden die Fahrbahnbreite verringert und Gehwege auf die Fahrbahn verlagert. Eine Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer wurde im Mai 2023 eröffnet, um zumindest den nicht motorisierten Verkehr zu unterstützen.
Sanierungspläne für die Mühlentorbrücke
Die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Brücke ist für den Herbst 2026 vorgesehen, nachdem der ursprünglich geplante Sanierungsbeginn im dritten Quartal 2024 mehrfach verschoben wurde. Die Bauzeit wird voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Bei den letzten Inspektionen wurden Abplatzungen an den Widerlagerkonstruktionen sowie Risse in den Blechen festgestellt, und die bestehenden Spalte an den Brückensockeln haben sich vergrößert.
In einer Zeit, in der die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland einen intensiven Fokus auf Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen legt, ist die Situation an der Mühlentorbrücke kein Einzelfall. Deutschland verfügt über etwa 40.300 Brücken, vieles davon aus Zeiten zwischen 1960 und 1985, als der Schwerverkehr stieg und die Anforderungen an die Infrastruktur sich veränderten. Ein umfassendes Programm zur Brückenmodernisierung wurde ins Leben gerufen, um die Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit älterer Brücken zu verbessern. Diese Modernisierungsarbeiten sind nicht nur an verkehrlichen Gegebenheiten angepasst, sondern auch in enger Abstimmung mit den Straßenbauverwaltungen der Länder und dem Bund.
Die Mühlentorbrücke ist ein Teil dieses komplexen Gefüges, und ihre Sanierung wird nicht nur für Lübeck von Bedeutung sein, sondern auch für die gesamte Region, die auf leistungsfähige Verkehrswege angewiesen ist. Ein starkes Augenmerk liegt dabei auch auf dem Ziel, europäische Verkehrssysteme besser zu vernetzen, was viele Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung betrifft.
Insgesamt zeigt die situation um die Mühlentorbrücke eindrücklich, wie wichtig die regelmäßige Wartung und Überprüfung unserer Brückeninfrastruktur ist, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und deren Mobilität zu erhalten. Während wir auf weitere Informationen bezüglich der Sanierungspläne warten, bleibt es für die Lübecker Bürgerinnen und Bürger eine Zeit voller Geduld und notwendigen Anpassungen.
Für weitere Details zur allgemeinen Brückenmodernisierung in Deutschland: Bau- und Verkehrsministerium berichtet über Brückenmodernisierung.