Günther wehrt sich gegen Horn: Soziale Medien bedrohen die Demokratie!

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Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, spricht in Neumünster über Medienqualität und den Einfluss sozialer Netzwerke auf die Demokratie.

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, spricht in Neumünster über Medienqualität und den Einfluss sozialer Netzwerke auf die Demokratie.
Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, spricht in Neumünster über Medienqualität und den Einfluss sozialer Netzwerke auf die Demokratie.

Günther wehrt sich gegen Horn: Soziale Medien bedrohen die Demokratie!

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat in einer hitzigen Diskussion um die Rolle der sozialen Medien und deren Einfluss auf die Demokratie neue Wellen geschlagen. Bei einer CDU-Veranstaltung in Neumünster äußerte er sich klar gegen die Kritiken von Marion Horn, der Chefredakteurin der Bild-Zeitung. Diese hatte ihn als eine größere Gefahr für die Demokratie bezeichnet als die AfD, was Günther entschieden zurückwies. „Da liegt was an“, so der CDU-Politiker, der die Notwendigkeit betonte, die Gefahren durch schädliche Online-Inhalte und Hassrede ernsthaft zu diskutieren. Dies berichtet kn-online.de.

Kritik an Medienstandards

Ähnlich sportlich wie seine Argumentation zeigt sich Günther in seiner Betrachtung zur Qualität des Journalismus. Er fordert eine intensivere Debatte über die Standards in den Medien. „Die Medienlandschaft hat sich verändert“, erklärte er, und psychologische Studien belegen, dass soziale Medien sowohl die Meinungsbildung als auch die politische Beteiligung beeinflussen. Gleichzeitig ist es bitter, dass es immer wieder zu Verbreitung von Falschinformationen kommt, die der Demokratie schaden können. In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ bezeichnete er das Online-Portal „Nius“ als „Feind der Demokratie“, eine Aussage, die in den Wochen darauf für viel Aufregung sorgte.

Der Ministerpräsident ist seit achteinhalb Jahren im Amt und hat inzwischen bewiesen, dass er ein gutes Händchen für die Zusammenarbeit mit verschiedenen demokratischen Parteien hat, zunächst in einer Dreierkoalition und aktuell mit den Grünen. Ein weiteres Thema, das Günther auf die Agenda setzte, ist das Verbot sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche, um sie vor digitalem Hass und Manipulation zu schützen.

Politische Spannungen im digitalen Zeitalter

In der politischen Diskussion, in der sich Günther geriert, offenbart sich ein umfassender Wandel, der weit über Schleswig-Holstein hinausgeht. Wie zeit.de analysiert, ist die Reckluse die Auseinandersetzung um Glaubwürdigkeit und Verantwortung von Medien und sozialen Plattformen. Tatsächlich zeigt sich, dass immer mehr Menschen, vor allem die jüngere Generation, über soziale Medien informiert werden. Dabei hat etwa die Hälfte der Erstwähler*innen 2021 ihre Informationen hauptsächlich aus diesen Kanälen bezogen.

Die Frage ist jedoch: Welche Qualität haben diese Informationen? Laut einem Bericht der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt sich, dass soziale Medien nicht nur als Plattform für einmalige Wahrnehmung fungieren, sondern auch ein zweischneidiges Schwert darstellen. Energiegeladen wurden Proteste in der Vergangenheit durch diese Kanäle mobilisiert, doch gleichzeitig führt ihre Nutzung zu einer Fragmentierung der Gesellschaft. Während 88% der 14 bis 29-Jährigen wöchentlich soziale Netzwerke nutzen, sind es bei den über 70-Jährigen nur 10%.

Die Skepsis gegenüber den sozialen Medien ist ebenfalls ein Teil der aktuellen Diskussion. Kritiker warnen vor einer unzureichenden politischen Beteiligung und einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung, wie bpb.de verdeutlicht. Die Herausforderung besteht darin, eine Medienkompetenz zu entwickeln und die sozialen Netzwerke so zu regulieren, dass sie nicht nur demokratische Werte fördern, sondern auch einverleibte, antidemokratische Strömungen durchbrechen.

Inmitten all dieser Spannungen bleibt der Appell von Günther klar: Die Demokratie ist es wert, verteidigt zu werden – und das betrifft nicht nur die Politik, sondern auch jeden von uns, der in dieser vernetzten Welt aktiv ist.