Am 1. November 2023 hat Simone Pottmann offiziell ihr Amt als erste Pröpstin des Kirchenkreises Altholstein angetreten. In einem feierlichen Gottesdienst in der Anscharkirche in Neumünster, an dem etwa 250 Gäste teilnahmen, wurde sie mit offenen Armen empfangen. Pottmann, die im Juni von der Synode gewählt wurde, folgt auf Stefan Block und übernimmt Verantwortung für 30 Kirchengemeinden, von Neumünster über Bad Bramstedt bis hin zu Henstedt-Ulzburg. Dabei wird sie die Vorgesetzte von mehr als 40 Pastorinnen und Pastoren sein, was eine bedeutende Rolle in der Region darstellt. kn-online.de berichtet, dass die Amtsübernahme das Ende einer einjährigen Vakanz markiert, die von Pastor Christian Kröger kommissarisch geleitet wurde.
Simone Pottmann, gebürtige Rheinländerin, hat in Marburg, Wuppertal und Bochum Theologie studiert und blickt auf eine 15-jährige Tätigkeit als Pastorin in Kaltenkirchen zurück. Dort hat sie sich bereits umfangreich in verschiedenen Bereichen des Kirchenkreises engagiert. In ihrer ersten Predigt thematisierte sie die Herausforderungen, vor denen die Kirche steht: Sie wird kleiner und muss mit weniger Mitarbeitenden auskommen. Pottmann fordert dazu auf, Ressourcen neu zu bündeln und auch bereit zu sein, sich von liebgewonnenen Angeboten zu trennen. Ihrer Meinung nach ist es wichtig, Freiräume und Auszeiten zu schaffen, um Raum für Neues zu schaffen.
Ein Aufbruch in neue Zeiten
Im Rahmen ihrer Amtsübernahme machte Pottmann auch deutlich, dass sie eine Pröpstin des konstruktiven Dialogs sein möchte. Ihre Anliegen umfassen nicht nur die kirchliche Gemeinschaft, sondern auch eine aktive Einbindung in das Leben der Stadt Neumünster. Nordkirchen-Bischöfin Nora Steen drückte ihre Freude über Pottmanns Ernennung aus und bezeichnete sie als „ein Geschenk für uns alle“. Es zeigt sich also, dass Pottmann nicht nur in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin tritt, sondern auch frischen Wind in die Region bringen möchte. Die Kirchengemeinden innerhalb ihres Verantwortungsbereichs erstrecken sich entlang der Eider und haben insgesamt rund 175.000 Mitglieder.
Die Einführung von Pottmann ist ein beachtlicher Schritt für die evangelische Kirche in Schleswig-Holstein. Der Kirchenkreis Altholstein ist der größte in diesem Bundesland und ist stolz darauf, dass eine Frau an der Spitze steht. Der Reformationstag, der zeitlich eng mit ihrer Amtseinführung verbunden ist, sah sie als Einladung zu einem befreiten Leben im Glauben. Diese Überzeugung wird sie sicherlich in ihrer Arbeit stärken.
Zusätzlich zu ihrer neuen Aufgabe wird Pottmann im Pastorat Am Alten Kirchhof 8 in Neumünster wohnen, nachdem die laufenden Renovierungen abgeschlossen sind. Gemeinsam mit ihrem Ehemann wird sie in die Stadt ziehen und sich dort niederlassen.
Insgesamt darf man gespannt sein, welche Impulse und Projekte Simone Pottmann in ihrer neuen Funktion umsetzen wird. Die Erwartungshaltung ist groß, und viele versprechen sich von der neuen Pröpstin einen engagierten und zukunftsorientierten Kurs in einer sich verändernden kirchlichen Landschaft. nordkirche.de ergänzt, dass die Wahl von Pottmann am 16. Juni 2025 durch 68 von 75 anwesenden Synodalen erfolgte, was die breite Zustimmung zu ihrer Person unterstreicht.