Zukunft der Aidshilfe Neumünster in Gefahr: Stadt muss handeln!

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Die Aidshilfe Neumünster steht vor finanziellen Herausforderungen, droht 2027 zu schließen. Wichtige Unterstützung gefordert!

Die Aidshilfe Neumünster steht vor finanziellen Herausforderungen, droht 2027 zu schließen. Wichtige Unterstützung gefordert!
Die Aidshilfe Neumünster steht vor finanziellen Herausforderungen, droht 2027 zu schließen. Wichtige Unterstützung gefordert!

Zukunft der Aidshilfe Neumünster in Gefahr: Stadt muss handeln!

Mit dem bevorstehenden Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2025 steht die Aidshilfe Neumünster vor einer existenziellen Herausforderung. Angela Stelling, die Vorsitzende der Einrichtung, warnt eindringlich, dass ihre Organisation im Jahr 2027 möglicherweise nicht mehr existieren könnte, wenn die Stadt nicht umdenkt. Die laufenden Anträge der Aidshilfe wurden im Rathaus abgelehnt, und ohne die notwendige finanzielle Unterstützung droht die Schließung.

Um die Beratungsstelle am Leben zu erhalten, muss die Stadt Neumünster 38.000 Euro bereitstellen – einen unerlässlichen Anteil an der Gesamtförderung von rund 115.000 Euro pro Jahr. Das Land Schleswig-Holstein trägt zwei Drittel dieser Förderung, allerdings nur, wenn die Stadt ihren Teil leistet. Olaf Tauras, Staatssekretär im Kieler Gesundheitsministerium, äußerte zwar Optimismus über die Unterstützung der vier Aids-Beratungsstellen in Schleswig-Holstein, doch die Zukunft bleibt ungewiss.

Dringende finanzielle Unterstützung notwendig

Trotz der Unterstützung der Dr. Hans-Hoch-Stiftung, die 2025 und 2026 einspringen wird, ist dies keine dauerhafte Lösung. Stelling ist besorgt über die Auswirkungen dieser Unsicherheit auf die Dienstleistungen, die essenziell für die Aufklärung und das Wohl der Betroffenen sind. Die Beratungsstelle hatte in diesem Jahr bereits Kontakt zu rund 50 HIV-positiven Menschen, wobei die Dunkelziffer als deutlich höher geschätzt wird. In Schleswig-Holstein leben schätzungsweise rund 1.200 Menschen mit dem HI-Virus, und im letzten Jahr wurden etwa 50 neue Fälle registriert, überwiegend Männer.

Die Aidshilfe Neumünster führt Tests auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Hepatitis C, Chlamydien und Syphilis durch. Diese Tests sind anonym und meist kostenpflichtig. Anna Struve, eine Mitarbeiterin der Organisation, betont die Bedeutung der Aufklärung, denn der sicherste Schutz vor Ansteckung bleibt der Verzicht auf ungeschützten Sex. Leider berichten Prostituierte immer wieder von dem Druck, auf Kondome zu verzichten, was die Gefahr einer Ansteckung erhöht.

Statistiken verdeutlichen die Dringlichkeit

Die Dringlichkeit der Situation lässt sich auch durch die Entwicklungen weltweit und in Deutschland ablesen. Ende 2023 lebten in Deutschland rund 96.700 Menschen mit HIV, von denen 87.200 Medikamente nahmen. Dennoch infizierten sich im Jahr 2023 ungefähr 2.200 Menschen neu mit dem Virus. Besonders alarmierend ist die Zahl der Menschen, die erst zu spät von ihrer Infektion erfahren, wie die 1.200 Personen, die erst nach schweren Erkrankungen diagnostiziert wurden.

Auf globaler Ebene lebten 2023 rund 39,9 Millionen Menschen mit HIV, wobei 5,4 Millionen von ihrer Infektion nichts wussten. Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit von Aufklärung und Präventionsarbeit, wie sie die Aidshilfe Neumünster bietet.

Es ist klar, dass die Aidshilfe Neumünster einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der HIV-Epidemie und zur Unterstützung der Betroffenen leistet. Ohne die erforderliche finanzielle Unterstützung durch die Stadt wird es jedoch schwierig, diese wertvolle Arbeit auch weiterhin zu leisten.

Die Zeit drängt, und während die Stadtverwaltung über die notwendige Finanzierung nachdenkt, müssen die Stimmen derjenigen, die auf die Aidshilfe angewiesen sind, lauter werden. Denn schließlich hat das Wohl der Gemeinschaft und die Prävention von HIV für alle oberste Priorität.

Für weitere Informationen zu dieser wichtigen Thematik und zur Unterstützung der Aidshilfe Neumünster, können Sie die Berichterstattung auf kn-online.de, mzwallace.com und aidshilfe.de nachlesen.