Zukunft des Streetworks in Neumünster: Offener Brief sorgt für Alarm!

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Bedenken zur Zukunft des Streetwork in Neumünster: Organisationen fordern Erhalt des Konzepts und kritisieren Sicherheitsansätze.

Bedenken zur Zukunft des Streetwork in Neumünster: Organisationen fordern Erhalt des Konzepts und kritisieren Sicherheitsansätze.
Bedenken zur Zukunft des Streetwork in Neumünster: Organisationen fordern Erhalt des Konzepts und kritisieren Sicherheitsansätze.

Zukunft des Streetworks in Neumünster: Offener Brief sorgt für Alarm!

In Neumünster steht ein essenzielles Projekt in den Startlöchern, dessen Fortbestand von großer Bedeutung für die lokale Jugend ist. Bereits seit 2021 ist das Streetwork-Projekt aktiv, doch nun gibt es ernsthafte Bedenken zur Zukunft dieser wichtigen Maßnahme. Der Vertrag läuft Ende 2023 aus und in der Ratsversammlung fiel die Entscheidung, das aktuelle Konzept nicht zu verlängern. Dies hat bei vielen Vertretern von Vereinen erhebliche Besorgnis ausgelöst, wie kn-online.de berichtet.

Ein offener Brief, unterzeichnet von mehreren Organisationen wie dem Aktion Jugendzentrum (AJZ), der türkischen Gemeinde und der Jugendinitiative Gartenstadt, fordert den Erhalt des bisherigen Streetwork-Konzepts. Die Unterzeichner machen deutlich, dass Streetwork ein Stück soziale Arbeit und keine Ordnungspolitik ist. Diese Antwort kommt, nachdem die Stadtverwaltung im September ein neues Konzept präsentierte, das jedoch zurückgezogen werden musste, nachdem es in der Öffentlichkeit auf massive Kritik stieß.

Soziale Arbeit an der Basis

Streetworker haben die Aufgabe, direkt mit jungen Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zu arbeiten, die häufig in schwierigen Lebenssituationen stecken. Ihre Arbeit umfasst unter anderem Informationsangebote sowie Unterstützung bei Suchtgefährdungen. Dieser aufsuchende Ansatz, bei dem die Fachkräfte in den Lebensräumen der Jugendlichen aktiv werden, ist ein Grundpfeiler der Sozialarbeit in Neumünster. Genauso wichtig sind die Werte, die die Arbeit antreiben: Achtung, Empathie und Verständnis für die Lebenssituation der jungen Menschen stehen an oberster Stelle, wie die Therapiehilfe gGmbH therapiehilfe.de bestätigt.

Besonders in der aktuellen Diskussion spielt die Kritik an der Verbindung von Streetwork mit einem sicherheitspolitischen Ansatz eine zentrale Rolle. Viele befürchten, dass dies rechte Strömungen stärken könnte und fordern, dass soziale Arbeit nicht unter dem Deckmantel der Ordnungspolitik leidet. Die Unterzeichner des offenen Briefs appellieren an die Stadt, die sozialpädagogischen Ansätze auch nach 2025 sicherzustellen und die Belange der betroffenen Jugendliche in die Stadtentwicklung einzubeziehen.

Blick in die Zukunft

Die Sorgen um die Zukunft des Streetwork-Projekts werden angesichts einer entscheidenden Ratsversammlung am 2. Dezember noch verstärkt. Auf der Agenda steht das Thema allerdings nicht, was den genannten Vertretern und Vereinen zusätzliche Kopfschmerzen bereitet. CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Arne Rüstemeier versprach, die Thematik wieder aufzugreifen, sobald ein überarbeitetes Konzept vorliegt. Er schlägt vor, die Finanzierung des Streetworks aus dem Personalbudget des AJZ zu stemmen, um die Arbeit der Streetworker weiterhin zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund ist es für Oberbürgermeister Tobias Bergmann wichtig, die Anregungen und Sorgen der beteiligten Organisationen ernst zu nehmen. Diese Signale sind entscheidend, um die Zukunft der sozialen Arbeit in Neumünster zu sichern und jungen Menschen in schwierigen Situationen die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen. Streetwork ist mehr als nur ein Begriff; es ist ein humanitärer Ansatz, der sich für die Rechte und das Wohl derjenigen stark macht, die oft übersehen werden.

Mit einer solide etablierten „Gehstruktur“, steht Streetwork für einen ganzheitlichen Ansatz, der in einer Zeit voller Herausforderungen unabdingbar bleibt, um junge Menschen zu erreichen, die von traditionellen Hilfsangeboten oft nicht erfasst werden. Der Erhalt solcher Projekte bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle, eine Herausforderung, der man mit Engagement und Verständnis begegnen sollte.