DB Regio sichert Zugverkehr zwischen Kiel und Hamburg bis 2039!

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Ab Dezember 2027 sichert DB Regio den Zugverkehr zwischen Kiel und Hamburg bis 2039, was erhebliche Einsparungen verspricht.

Ab Dezember 2027 sichert DB Regio den Zugverkehr zwischen Kiel und Hamburg bis 2039, was erhebliche Einsparungen verspricht.
Ab Dezember 2027 sichert DB Regio den Zugverkehr zwischen Kiel und Hamburg bis 2039, was erhebliche Einsparungen verspricht.

DB Regio sichert Zugverkehr zwischen Kiel und Hamburg bis 2039!

Die Entscheidung ist gefallen: Ab Dezember 2027 übernimmt die DB Regio den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Kiel über Neumünster und Elmshorn nach Hamburg. Dies gab heute der Nahverkehrsbund Schleswig-Holstein (Nah.sh) bekannt. Damit bleibt die DB Regio auf dieser wichtigen Verbindung aktiv, die seit vielen Jahren von der Bahn betrieben wird. Es handelt sich um die Linien RE7 und RE70, die für Pendler und Reisende von entscheidender Bedeutung sind. Der Finanzausschuss des Landtags in Kiel hat diese Vergabeempfehlung bereits bestätigt, wie NDR berichtet.

Ein neuer Vertrauensschritt

Der Betriebsvertrag wird für einen Zeitraum von mehr als elf Jahren bis mindestens Ende 2039 gewährleistet. Nach einer ersten Ausschreibung im Mai, die aufgrund zu hoher Angebote gestoppt wurde, wurde das Vergabeverfahren nun erfolgreich neu gestartet. Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) bezeichnete diesen Schritt als eine sehr positive Entwicklung. Er erwartet erhebliche Einsparungen für das Land, auch wenn keine konkreten Zahlen genannt wurden. n-tv fügt hinzu, dass die neuen Angebote im zweiten Vergabeverfahren von vier Anbietern stammten, nachdem im ersten Verfahren nur zwei Angebote eingegangen waren.

Eine Klage sorgt für zusätzliche Spannung

Allerdings ist die Situation nicht ganz ruhig. DB Regio hat gegen die Neuausschreibung Beschwerde beim Oberlandesgericht Schleswig eingelegt. Das Gericht hatte bereits entschieden, dass die Teilaufhebung des ersten Vergabeverfahrens rechtswidrig war, und die endgültige Entscheidung über die Klage wird am 21. November verkündet. Ob sämtliche Unstimmigkeiten bis dahin geklärt werden, bleibt abzuwarten.

Ein Weg in die Zukunft

Diese Neuvergabe ist nicht nur eine Frage der Kosten und Vertragsbedingungen. Es steht eine größere Initiative hinter den Kulissen – ein sogenannter Zehn-Punkte-Plan, der 2030 für ein besseres Schienennetz im Norden sorgen soll. Deutsche Bahn und das Land Schleswig-Holstein arbeiten zusammen an diesem umfassenden Programm, das unter anderem den Ausbau und die Modernisierung stark belasteter Strecken vorsieht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anbindung der neuen Batterie-Fabrik „Northvolt“. Diese wird mit bis zu zwölf Zugpaaren täglich versorgt, um die Region wirtschaftlich zu unterstützen. Die Investitionen sollen nicht nur den Zugverkehr, sondern auch die Bahnhöfe und die gesamte Infrastruktur anpassen, um modernen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Schieneninfrastruktur in Schleswig-Holstein ist bereits heute enorm: 1.123 Kilometer Strecke und 137 Bahnhöfe stehen für jährlich rund 40,5 Millionen Reisende bereit. Auch die Gütertransportzahlen können sich sehen lassen: 5 Millionen Tonnen wurden alleine im Jahr 2022 transportiert.

Insgesamt wird deutlich, dass die kommenden Jahre für den Bahnverkehr in Schleswig-Holstein von entscheidender Bedeutung sind. Ob die Pläne erfolgreich umgesetzt werden können und ob die DB Regio sich in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld behaupten kann, werden spannende Entwicklungen zeigen.