Riesen-Evakuierung in Kiel: 6.900 Anwohner wegen Bombe in Gefahr!
Am 30.11.2025 wird in Kiel eine 500-Kilo-Fliegerbombe entschärft. Rund 6.900 Anwohner müssen evakuiert werden.

Riesen-Evakuierung in Kiel: 6.900 Anwohner wegen Bombe in Gefahr!
In Kiel steht am heutigen Sonntag, dem 30. November 2025, eine herausfordernde und sicherheitsrelevante Entschärfung an. Eine 500-Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss entschärft werden, was eine umfassende Evakuierung des Stadtteils Gaarden erforderlich macht. Rund 6.900 Anwohner aus 3.899 Haushalten sind betroffen und müssen bis spätestens 10 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Die Bombe lag in einem dicht bebauten Gebiet mit angrenzender Grünfläche, was die Situation kompliziert macht. Der Kopfzünder ist stark deformiert, sodass die Entschärfung im wahrsten Sinne des Wortes Präzisionsarbeit erfordert. Ganz konkret wird gemäß den Angaben von NDR eine Wasserschneidanlage zur Trennung des Zünders vom Bombenkörper notwendig sein, was die Entschärfung voraussichtlich länger dauern lässt als üblich.
Die Stadt Kiel hat bereits alle nötigen Maßnahmen getroffen, um den Anwohnern Sicherheit und Unterstützung zu bieten. So wurde ein Sperrbereich eingerichtet, der insbesondere die Werftstraße zwischen Ziegelstraße und Gaardener Ring betrifft, während der Ostring in beiden Richtungen befahrbar bleibt. Bei der Evakuierung ist es wichtig, dass die Nachbarn informiert werden und die Anwohner darauf achten, ihre Fenster auf Kipp zu lassen. Entsprechende Informationen werden über Radiodurchsagen, Handy-Apps wie NINA und KATWARN sowie durch die Homepage der Stadt Kiel kommuniziert.
Einsatzbereiche und Unterstützung
Wer Unterstützung beim Verlassen ihrer Wohnungen benötigt, kann sich an das Servicetelefon der Berufsfeuerwehr Kiel wenden, das unter 0431 / 5905 555 erreichbar ist. Auch die Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule steht ab 9 Uhr als Übergangsunterkunft bereit, damit sich die evakuierten Bewohner kurzzeitig aufhalten können. Anwohner sind angehalten, an wichtige Dinge wie Nahrung, Getränke und Medikamente zu denken, da sie möglicherweise mehrere Stunden aus ihren Wohnungen bleiben müssen.
Die ordnungsgemäße Planung und Umsetzung der Evakuierung wird durch die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen sichergestellt. In einem derartigen akut gefährlichen Umfeld ist es besonders wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Dennoch müssen Personen, die sich weigern, den Sperrbereich rechtzeitig zu verlassen, mit Zwangsräumung rechnen, so dass es ratsam ist, die Anweisungen der Behörden unbedingt zu befolgen.
Die Hintergründe der Bombe
Was viele nicht wissen: Weltkriegsbomben wie die jetzt in Kiel entdeckte können Jahrzehnte nach dem Abwurf noch gefährlich sein. Die Zünder und Sprengstoffe sind durch Korrosion und Alterung oft instabil und können unkontrollierte Detonationen verursachen, die verheerende Folgen haben können. Aus diesem Grund ist der angeordnete Evakuierungsradius von 300 bis über 1.000 Metern, je nach Bombentyp und -zustand, nicht ohne Grund. Die Informationen zum Thema aus der Vergangenheit zeigen deutlich, dass entsprechende Sicherheitsvorkehrungen von äußerster Wichtigkeit sind, um die Bevölkerung zu schützen.
Die Bewohner in Suchsdorf dürfen nach der Entschärfung schnell zurückkehren, da etwa 1.700 Anwohner in dem Gebiet nicht länger betroffen sind und alle Sperrungen aufgehoben werden sollen. Auch der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal wird von den Arbeiten beeinflusst. Es bleibt zu hoffen, dass alles reibungslos verläuft und die Entschärfung ohne Zwischenfälle vonstattengeht.