Heute ist der 18.04.2026, und in Pinneberg gibt es einen ganz besonderen Menschenschlag, der trotz aller Widrigkeiten nicht aufgibt: Rolf Krohn. An der Dingstätte 16a betreibt er sein Fotogeschäft und hat sich seit der Insolvenz von Photo Porst im Jahr 2002 nicht nur an die neuen Gegebenheiten angepasst, sondern ist zu einem echten Überlebenskünstler geworden.

Krohn hat in den 90er-Jahren das erste Express-Labor in Pinneberg eröffnet und seitdem die Entwicklung seines Geschäftsmodells kontinuierlich vorangetrieben. Neben dem Entwickeln von Fotos hat er sich auch auf den Verkauf von Handys spezialisiert und bietet seine Fähigkeiten als Fotograf für Hochzeiten und Webseiten an. In einer Zeit, in der die Verkaufszahlen von Kameras aufgrund der Dominanz von Smartphones stark zurückgegangen sind, hat er es geschafft, einen großen Teil seines Umsatzes durch die Fotoentwicklung zu sichern.

Ein starkes Fundament

Die Herausforderungen des Einzelhandels sind immens: Parkplatzmangel, Mietsteigerungen und der Online-Handel setzen den traditionellen Geschäften zu. Trotzdem bleibt Krohn optimistisch. Er hat eine gute Beziehung zu seinem Vermieter, der Familie Orth, und erhielt in schwierigen Zeiten sogar Mietnachlässe. Sein Laden beherbergt zudem eine Lotto-Annahmestelle, die zur Existenzsicherung beiträgt. Dies zeigt, wie wichtig es ist, flexibel zu bleiben und neue Wege zu gehen.

Allerdings wünscht sich Krohn mehr Kundenfrequenz in der Stadt. Trotz dreimaliger Kontaktaufnahme mit der Stadtverwaltung gibt es bisher keine Fortschritte. „Das ist frustrierend“, gesteht er, „aber ich lasse mich nicht entmutigen.“ Sein unermüdlicher Einsatz für die Fotografie und sein Geschäft sind bemerkenswert und zeugen von einer tiefen Leidenschaft für sein Handwerk.

Die Geschichte von Photo Porst

Die Geschichte von Photo Porst ist eine traurige, aber lehrreiche. Einst war das Unternehmen ein Branchenriese mit über 100 Filialen in Deutschland. Die Insolvenz im Jahr 2002 war ein harter Schlag für viele Mitarbeiter und Geschäftsinhaber, die für das Unternehmen gearbeitet hatten. Rolf Krohn war einer von ihnen und hat nun die Herausforderung angenommen, in einer stark veränderten Branche Fuß zu fassen.

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Die Gründe für die Insolvenz waren vielfältig. Der rasante Aufstieg des digitalen Fotografierens und die damit verbundene Abnahme der Nachfrage nach analogen Kameras und Filmen trugen maßgeblich dazu bei, dass Photo Porst nicht mehr wettbewerbsfähig war. In einem Markt, der sich so schnell verändert, ist es entscheidend, flexibel zu bleiben und auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

Ein Blick in die Zukunft

Trotz der Schwierigkeiten, mit denen er konfrontiert ist, blickt Krohn optimistisch in die Zukunft. Er bleibt aktiv in der Fotografie, bietet Dienstleistungen für Hochzeiten, Klassenfotos und Webseitenfotografie an und zeigt damit, dass er die Zeichen der Zeit erkannt hat. „Ich will nicht nur überleben, ich will wachsen und mich weiterentwickeln“, sagt er abschließend.

In einer Welt, die sich ständig verändert, ist Rolf Krohn ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man mit Leidenschaft und Kreativität Herausforderungen meistern kann. Sein Engagement für die Fotografie und sein unerschütterlicher Wille, sein Geschäft am Leben zu halten, sind inspirierend und zeigen, dass auch in schwierigen Zeiten die Hoffnung auf eine bessere Zukunft niemals verloren gehen sollte.