Schleswig-Holstein stärkt Hochschulkooperation mit Cherson: Ein Zeichen der Solidarität!

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Schleswig-Holstein stärkt die Hochschulkooperation mit Cherson, Ukraine, um Forschung und Bildung in Krisenzeiten zu fördern.

Schleswig-Holstein stärkt die Hochschulkooperation mit Cherson, Ukraine, um Forschung und Bildung in Krisenzeiten zu fördern.
Schleswig-Holstein stärkt die Hochschulkooperation mit Cherson, Ukraine, um Forschung und Bildung in Krisenzeiten zu fördern.

Schleswig-Holstein stärkt Hochschulkooperation mit Cherson: Ein Zeichen der Solidarität!

In einem bedeutenden Schritt zur Förderung der akademischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine haben die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und die Chersoner Staatliche Agrar- und Wirtschaftsuniversität (KSAEU) am 13. Oktober 2023 eine neue Hochschulpartnerschaft unterzeichnet. Dies geschah im Rahmen einer Solidaritätspartnerschaft, die die Landesregierung Schleswig-Holsteins im September 2023 mit der Oblast Cherson ins Leben rief und die sich insbesondere auf die Wirtschaftswissenschaften konzentriert. Die beiden Universitäten wollen ihre Kooperation nun ausweiten und Projekte in den Bereichen Agrar-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften entwickeln. Schleswig-Holstein bekräftigt damit seine Unterstützung für die Ukraine in dieser herausfordernden Zeit, wie lksh.de berichtet.

Die Unterzeichnung fand im Beisein von Ministerpräsident Daniel Günther, der die Bedeutung von Wissenschaft in Krisenzeiten unterstrich, sowie einer Delegation aus Cherson statt, die vom stellvertretenden Gouverneur Dmytro Butrii geleitet wurde. Landwirtschaftsminister Werner Schwarz betonte ebenfalls die Relevanz von Landwirtschaft und Ernährungssicherheit in der Partnerschaft. Professor Ralph Schneider, Vizepräsident der CAU, begrüßte die Förderung durch den DAAD und die ersten Fortschritte in der Hochschulzusammenarbeit.

Wissenschaft als Brücke

Die Kooperation soll nicht nur tiefere Einblicke in klimaeffiziente Bewirtschaftungsstrategien bieten, sondern auch den Studierenden beider Universitäten die Möglichkeit geben, über Austauschprogramme wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Konkret können 22 Studierende aus der Ukraine die Christian-Albrechts-Universität in Kiel besuchen. In Zukunft könnte es auch einen Austausch in die andere Richtung geben, sobald die Situation es zulässt. Professor Kai Carstensen äußerte sich optimistisch über die Chancen, die sich aus dieser Partnerschaft ergeben, insbesondere im Hinblick auf den digitalen Fortschritt der KSAEU, wie ndr.de berichtet.

Die Fördermittel des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Höhe von knapp 800.000 Euro bis 2029 sollen unter anderem für neue gemeinsame Forschungsprojekte, Austauschprogramme und Weiterbildungsangebote fließen. Dieser finanzielle Rückhalt ist Teil einer breiteren Initiative des BMBF zur Stärkung der akademischen Zusammenarbeit Deutschland-Ukraine, die mit insgesamt 24 Millionen Euro bis 2029 unterstützt wird.

Ein ehrgeiziger Plan für die Zukunft

Die Hochschulpartnerschaft zwischen CAU und KSAEU ist ein langfristiges Projekt, das auf der bestehenden Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaftswissenschaften basiert. Geplant ist unter anderem die Einführung eines gemeinsamen deutsch-ukrainischen Bachelorstudiengangs. Details dazu sind derzeit noch im Fluss, doch die Verantwortlichen zeigen sich zuversichtlich. Die Zusammenarbeit wird als wichtiger Baustein für den bevorstehenden Wiederaufbau in der Oblast Cherson gesehen, die stark unter den Folgen des aktuellen Konflikts leidet. Die gesamte Partnerschaft soll dazu beitragen, auch nach dem Krieg Brücken zu schlagen und neue Perspektiven zu schaffen, wie daad.de zählt.

Schleswig-Holstein und die Oblast Cherson haben sich auf eine enge Zusammenarbeit verständigt, die über die Grenzen der Wissenschaft hinausgeht und letztlich auf eine nachhaltige Entwicklung in der Region abzielt. Die Delegation aus Cherson wird zusätzlich landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein besuchen, um wertvolle Einblicke in innovative Bewirtschaftungsstrategien zu gewinnen und den Austausch weiter zu intensivieren.