Vegane Likör-Revolution: Gericht hält Likör ohne Ei für zulässig!
Norddeutschland: Warlich Rum gewinnt vor Gericht im Streit um den „Likör ohne Ei“ gegen den Spirituosen-Verband.

Vegane Likör-Revolution: Gericht hält Likör ohne Ei für zulässig!
In einem wegweisenden Urteil hat das Landgericht Kiel entschieden, dass der vegane Likör „Likör ohne Ei“ von Warlich Rum aus Norddeutschland weiterhin seinen Namen tragen darf. Diese Entscheidung, die am 28. Oktober 2025 verkündet wurde, stellt einen bedeutenden Sieg für das junge Spirituosen-Start-Up dar, das sich gegen den Schutzverband der Spirituosen-Industrie durchgesetzt hat. Das Gericht stellte klar, dass „Likör ohne Ei“ und „Alternative zu Eierlikör“ keine irreführenden Bezeichnungen sind und folglich schützenswert sind.
Der Vorstandsvorsitzende des Verbands, William Verpoorten, der gleichzeitig Inhaber des marktführenden Eierlikörs ist, hatte Warlich Rum vorgeworfen, mit dem Namen Verbraucher irrezuführen. Geschäftsführer Ole Wittmann vertrat jedoch die Auffassung, dass ein Likör, der ohne Ei auskommt, auch als solcher bezeichnet werden muss. Er zeigte sich nach dem Urteil erleichtert und betonte, dass ihm nicht nur das geschäftliche Wohl seiner Firma am Herzen liege, sondern auch die Aufklärung der Verbraucher.
Klarheit im Rechtsstreit
Der juristische Streit wurde von Rechtsanwalt Peter Weiler betreut und stellte die Frage in den Vordergrund, ob der Verbraucherschutz oder die Herstellerinteressenpriorität genießen. Das Gericht entschied letztlich zugunsten des Verbraucherschutzes und kritisierte die argumentierten Irreführungen als unbegründet. Der Prozess wurde durch eine Crowdfunding-Aktion finanziert, die viel Unterstützung in der Gemeinschaft fand.
Warlich Rum, bekannt für die Produktion von hochwertigen Jamaika-Rum und verschiedenen Likören seit 2019, führte „Likör ohne Ei“ im Jahr 2023 ein. Dieser Likör hat auf seinem Weg bereits einige Hürden nehmen müssen, doch das Unternehmen hat sich bislang stets behaupten können.
Trend zum verantwortungsvollen Konsum
Die Mehrheit der Bevölkerung genießt alkoholhaltige Getränke in Maßen und legt Wert auf einen gesunden Umgang. Initiativen wie „Massvoll-geniessen.de“ und die Elternpräventionskampagne „Klartext reden!“ haben maßgeblich dazu beigetragen, das Bewusstsein für verantwortungsvolles Trinken zu schärfen. Zudem plant der Bundesverband der Spirituosen-Industrie (BSI), diese positiven Maßnahmen fortzusetzen, um Genuss und Kultur miteinander zu verbinden.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Erfolg von Warlich Rum nicht nur ein Schritt für das Unternehmen selbst, sondern auch ein Zeichen für den Wandel in der Spirituosenbranche ist. Innerhalb eines sich verändernden Marktes ist es wichtig, die Verbraucher aufzuklären und Transparenz zu schaffen, damit sie informierte Entscheidungen treffen können. Wie Ole Wittmann betont, geht es nicht nur um die Zahlen, sondern auch um direkte Kommunikation und ein gesunder Umgang mit geselligen Traditionen.