
Im Nationalpark Wattenmeer hat die Brutsaison begonnen, wie NDR berichtete. Dies betrifft insbesondere die Kreise Dithmarschen und Nordfriesland. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein fordert die Besucher zu einer ganzjährigen Leinenpflicht für Hunde auf, da die Anwesenheit von Hunden Stress bei Brutvögeln verursacht.
Bereits jetzt sind viele brütende Graugänse im Gebiet beobachtet worden. Kiebitze gründen aktuell ihre Brutreviere, während Uferschnepfen sich in der Balz und Partnersuche befinden. Die Austernfischer sind während ihrer Balzzeit besonders laut. Es ist zu beachten, dass Brutvögel in der Reviergründungsphase störungsempfindlicher sind als während der Brutzeit. Störungen können dazu führen, dass Vögel das Gebiet vorzeitig verlassen.
Schutzzonen im Wattenmeer
Neben der Brutsaison ist auch die Einhaltung von Schutzzonen von Bedeutung, wie in einem weiteren Bericht auf organearbeitsblatt.blogspot.com erwähnt wird. Das Wattenmeer, das mehr als 10 Kilometer breit ist und eine Gesamtfläche von 8.000 km² umfasst, ist der größte Lebensraum seiner Art weltweit und gehört zu den größten zusammenhängenden Naturlandschaften Europas.
Im Wattenmeer sind Freizeitaktivitäten die häufigste Nutzung. Jedoch gibt es drei Schutzzonen: Ruhezone, Zwischenzone und Erholungszone. Die Ruhezone hat die strengsten Bestimmungen und darf weder betreten noch mit Booten befahren werden. An den Grenzen des Nationalparks sowie den Schutzzonen sind entsprechend Schilder aufgestellt, die die Besucher informieren. Besonders in der Ruhezone befinden sich die Brutgebiete der Vögel in den Dünen und im Watt, welche für den Erhalt der biologischen Vielfalt von großer Bedeutung sind.