Nordfriesland

Nutrias bedrohen Deiche: Alarmstufe Rot für Schleswig-Holstein!

In Schleswig-Holstein stellt die Ausbreitung des südamerikanischen Sumpfbibers, auch bekannt als Nutria, eine crescente Bedrohung für die Stabilität von Deichen und den Hochwasserschutz dar. Besonders betroffen sind die Westküstenkreise Dithmarschen und Nordfriesland. Die invasiven Tiere sind verantwortlich für erhebliche Fraßschäden an landwirtschaftlichen Kulturen sowie für die Destabilisierung von Deichen durch ihren Höhlenbau, wie ndr.de berichtete.

Das Ausmaß der Nutria-Population in Schleswig-Holstein ist nicht genau bekannt, jedoch beobachten Jäger eine steigende Anzahl durch regelmäßige Abfragen. Der Marschenverband Schleswig-Holstein e.V. fordert eine intensive Bejagung dieser Tiere, die ganzjährig erlegt werden dürfen. Diese Maßnahmen sind wichtig, um die heimische Artenvielfalt und Biodiversität zu schützen, da Nutrias auch Schutzbereiche für Vögel zurückfressen und somit ein erhebliches ökologisches Ungleichgewicht verursachen.

Lebensweise und Schäden

Nutrias leben in Kolonien von bis zu 15 Tieren und können pro Jahr bis zu 15 Nachkommen zur Welt bringen. Sie ziehen ihre Jungen typically in meterlangen Röhrensystemen, die sie in Uferbereichen oder Deichböschungen anlegen. Schäden an Uferböschungen wurden bereits von den Deich- und Hauptsielverbänden dokumentiert. Grundstückseigentümer sind in der Regel für die Behebung solcher Schäden verantwortlich. In Fällen gehäufter Schäden an Böschungen von Vorflutern können Wasser- und Bodenverbände in die Verantwortung genommen werden, wie ljv-sh.de anmerkte.

Die nächste flächendeckende Erfassung der Nutria in Schleswig-Holstein ist für das nächste Jahr geplant, um die Auswirkungen dieser invasiven Art besser zu verstehen und die nötigen Bekämpfungsstrategien zu entwickeln. Jäger sind angehalten, auf Nutrias besonders in sensiblen Bereichen zu achten. Bürger können Jäger informieren, wenn sie Sichtungen der Tiere machen, um eine rasche Reaktion zu ermöglichen. Zudem wird im Rahmen der Gesetzesnovelle des Landesjagdgesetzes vom 26. Januar 2024 der Einsatz von Nachtsichttechnik zur Bejagung der Nutria erlaubt.

Ort des Geschehens

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Statistische Auswertung

Was ist passiert?
Umwelt
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Dithmarschen,Nordfriesland
Genauer Ort bekannt?
Nordfriesland, Deutschland
Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
ljv-sh.de