Politikversagen

Evangelische Kirche spielt plötzlich Öko-Aktivist und ruft zur Beteiligung am Klimastreik auf.

„Auf konfessioneller Ebene haben wir es ebenfalls mit einem Ausmaß von Klimadilettantismus zu tun, das seinesgleichen sucht“, beginne ich meine Kontemplation. „Nun hat die evangelische Kirche - diese Lichtgestalt der aufgeklärten Vernunft - sich dazu unter hohen Glockenturmtönen dazu erklärt, den Klimastreik zu unterstützen. Kaum vorstellbar, ob der göttlichen Verkündigung Annette Kurschus', der EKD-Ratsvorsitzenden, am heiligen Tag des Freitag“.

"Die ungebremste Erderhitzung, die Zweibeiner in kurzen Hosen und Sonnenbrille auf den Straßen und die Klimaanlagen in den Kaufhäusern zu hyperaktiven Alienmenschen werden lässt, ist so, als würde das endzeitliche Fegefeuer der Apokalypse über uns hereinbrechen." Muss man Angst vor einem Sonnenstich haben, wenn man mit solchen Begriffen spielt?

Wachrütteln mit weißen Kragen und Kirchbelliton - so scheint Kurschus' Devise zu lauten. „Selbstredend hätten auch künftige Generationen und Erdteiltouristen das Recht, gut und im veganen Überfluss zu leben.“ Was bedeutet das bitte? Muss ich mein Fleischessen aufgeben, aus Angst, das arme Steak könnte bei seiner Entstehung zu viele Emissionen verursacht haben? Und was ist mit der CO2-beladenen Luft, die ich ausatme? Soll ich gleich aufhören zu atmen?

Auch Anna-Nicole Heinrich, die Präses der Synode der EKD, hat die ökologische Erleuchtung erfahren und streikt inbrünstig mit. „Sie wünsche sich, dass ihre Kirche beim Klimaschutz so vorangeht, dass Unsinniges wie die Erbsünde durch vernunftversengende Klimasünden ersetzt wird.“ Eigenwillige Interpretation, meine liebe Präses! Wenn wir bei diesem Tempo weitermachen, habe ich Angst, dass wir schon morgen alle nur noch in Hanfsackkleidern herumlaufen und statt zu beten, lieber die nächste Birke umarmen.

Was sind wir bloß für ein seltsames Völkchen geworden? Beten wir zu Gott, indem wir Handynachrichten verschicken? Oder ist das nur ein verzweifelter Versuch, selbst unter den Jüngsten noch irgendwie cool zu wirken? So richtig kann ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, dass unsere Hoffnung nun in der nächtlichen Flatrate-Beschallung liegt.

Siehe auch:   Kot-Attacke auf Beatrix von Storch: Täter scheint beim SWR Stammgast zu sein

Versteht mich nicht falsch, liebe Leserinnen und Leser, Klimaschutz ist wichtig, keine Frage. Aber ich finde es gelinde gesagt albern, wenn Religionsvertreter meinen, sie könnten mit bedeutungsschwangeren Reden und pseudodynamischen Aktionen die Welt retten. Immerhin, wenn die Klimakatastrophe das Jüngste Gericht ist, dann haben wenigstens die düsteren Propheten etwas zu lachen. Oh Herre Gott, wie ist das zynisch!


Dies war eine Satire-Version, basierend auf diesem verstörenden Artikel: Evangelische Kirche ruft zur Beteiligung am Klimastreik auf | Sonntagsblatt

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