Rendsburg-Eckernförde

Jugendliche fordern mehr Demokratie-Bildung in Eckernförde!

In Eckernförde fand kürzlich das Planspiel „Jugend im Rat“ statt, bei dem 17 Jugendliche aus zwei Schulen aktiv in die kommunale Selbstverwaltung einbezogen wurden. Das Ziel dieser Veranstaltung war es, den Teilnehmern eine praktische Übung in Demokratie und Entscheidungsfindung zu bieten. Die Jugendlichen, Schülerinnen und Schüler der Gudewerdt-Gemeinschaftsschule und der Peter-Ustinov-Schule, entwarfen, diskutierten und verabschiedeten Anträge im Ratsaal des Rathauses.

Die Themen der Anträge umfassten wichtige Bereiche wie Demokratie, Jugendtreffs und infrastrukturelle Verbesserungen. Ein zentraler Punkt war ein Antrag zur Einführung von mehr präventiver Demokratie-Bildung in Schulen, der die Forderung beinhaltete, mindestens einen Projekttag pro Schuljahr für die Demokratie-Bildung an den Eckernförder Schulen zu organisieren. Die Antragssteller wiesen auf eine „Bildungs-Lücke“ in Bezug auf Rassismus und Gewalt hin und diskutierten die Notwendigkeit einer frühzeitigen Aufklärung zu diesen Themen.

Anträge und Ergebnisse

Der Antrag zur Bildung wurde mit großer Mehrheit gefertigt und schlussendlich verabschiedet. Weitere Vorschläge beinhalteten die Schaffung von mehr offenen Jugendtreffs im Innen- und Außenbereich sowie die Idee eines Multifunktionsraums im Keller der Stadthalle, welcher Freizeitmöglichkeiten bieten soll. Zudem stießen die Vorschläge zu überdachten Treffpunkten am Strand und in anderen Stadtteilen auf Zustimmung. Auch die Antragsthemen Nachhaltigkeit in der Schulmensa, Sauberkeit, längere Öffnungszeiten für Toiletten, getrennte Abfallfraktionen und Bedarfsbeleuchtung für Bushaltestellen wurden in den Diskussionen erwähnt.

Simon Kuhnert, 16 Jahre alt, bemerkte, dass Politik komplexer sei, als er gedacht habe und Überzeugungsarbeit erforderlich sei. Seine Mitschülerin Sophie Schreiber, ebenfalls 16, schätzte die Gelegenheit, relevante Themen ansprechen zu können. Der Bürgervorsteher Peter Stark (SPD) lobte die Engagement der Jugendlichen und kündigte an, dass die Anträge in den politischen Gremien besprochen werden.

Darüber hinaus startet das Event Lab für Jugendliche am 13. Mai, das Workshops anbietet und den Austausch zwischen den jungen Leuten fördert.

Parallel zu solchen Initiativen werden an anderen Orten ebenfalls Programme zur Stärkung der kommunalen Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Beispielsweise können bis zu 60 Grundschülerinnen und Grundschüler in einem Kinderrat ihre Ideen zur Verbesserung der Stadt erarbeiten und in fiktiven Ratssitzungen diskutieren, wie politikzumanfassen.de berichtet. Dieser Kinderrat vermittelt den Teilnehmern auf spielerische Weise die Bedeutung lokaler Demokratie und fördert deren aktive Beteiligung.

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