
Die Rantzau-Kaserne in Boostedt, Schleswig-Holstein, wird von der Bundeswehr reaktiviert. Der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul (CDU) hat diese Ankündigung getroffen. Die Kaserne, die zuletzt 2015 von der Bundeswehr genutzt wurde, beherbergt gegenwärtig eine Erstaufnahme für Flüchtlinge, die demnächst ausziehen muss, um Platz für die zurückkehrenden Soldaten zu schaffen.
Die Bundeswehr hat bereits die Kaserne besichtigt und ein Stationierungskonzept soll erstellt werden. Es wird erwartet, dass der Einzug der Soldaten noch einige Jahre auf sich warten lassen wird, wie ln-online.de berichtet.
Details zur Rantzau-Kaserne
Die Rantzau-Kaserne, die 1966 nach dem Adelsgeschlecht Rantzau benannt wurde, hat eine Fläche von 121,17 Hektar und war bis zur Schließung im Dezember 2015 aktiv. Hier waren hauptsächlich Panzer-, Artillerie- und Logistikeinheiten der Panzerbrigade 18 und der 6. Panzergrenadierdivision stationiert. Seit 2015 wurde die Kaserne teilweise zur Unterbringung von Flüchtlingen verwendet und ist auch Standort einer Justizvollzugsschule, die im Oktober 2019 dorthin verlegt wurde. Im Mai 2018 wurde die Nutzung der Kaserne als Flüchtlingsunterkunft bis Ende November 2024 verlängert, wie Wikipedia festhält.
Zusätzlich zu seiner militärischen Nutzung hat die Gemeinde Boostedt Pläne zur Umnutzung des Kasernengeländes, einschließlich des Ausbaus zu Wohn- und Gewerbeprojekten, die unter dem Konzept der Konversion fallen. Im Jahr 2023 fand der Spatenstich für den Neubau eines Feuerwehrhauses auf dem Kasernengelände statt und die Kaserne bleibt somit zentraler Bestandteil der zukünftigen Entwicklung in Boostedt.