Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer steht vor der Tür und sorgt nicht nur in Deutschland, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern für Aufregung. Vom 11. Juni bis 19. Juli 2023 wird das runde Leder in Mexiko, Kanada und den USA rollen. Doch während die Vorfreude auf die Spiele wächst, gibt es in unserer Region noch einige Fragezeichen, was die Public-Viewing-Veranstaltungen betrifft.

Bislang ist in Mecklenburg-Vorpommern kaum etwas in Planung. Während in Städten wie Greifswald und Schwerin keinerlei Public-Viewing-Events von städtischen oder privaten Veranstaltern angekündigt wurden, gibt es auf Usedom und im Landkreis Rostock Lichtblicke. Am Eventstrand Heringsdorf werden die Spiele auf einer LED-Wand direkt an der Ostsee übertragen, und im Ostseebad Kühlungsborn wird nur das übertragen, was bis 22.00 Uhr angepfiffen wird. Hier im Konzertgarten West wird es nicht nur eine große Leinwand geben, sondern auch ein überdimensionaler Kicker, der zusätzlichen Spaß verspricht.

Genehmigungen und Lärmschutz

Die Bundesregierung hat eine befristete Verordnung für die Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft vorgelegt, die Ausnahmen vom Lärmschutz für Public-Viewing-Veranstaltungen vorsieht. Ziel dieser Regelung ist es, die Übertragungen auch nach 22 Uhr zu ermöglichen, da viele Spiele aufgrund der Zeitverschiebung in die späten Abendstunden fallen. Insgesamt umfasst die WM 104 Spiele, die an 34 Tagen mit verschiedenen Anstoßzeiten stattfinden. Dies bedeutet, dass ein großes Interesse an öffentlichen Übertragungen, oft im Freien, erwartet wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Veranstaltung einzeln geprüft werden muss. Die zuständige Behörde vor Ort entscheidet über Genehmigungen nach sorgfältiger Abwägung, was bedeutet, dass Veranstalter sich frühzeitig um die nötigen Lizenzen kümmern sollten. Für größere Events sind unter Umständen auch Nachtruhe-Genehmigungen notwendig, da viele Spiele nach 22 Uhr beginnen.

Was Veranstalter wissen sollten

Wer ein Public Viewing plant, sollte sich über die verschiedenen Lizenzkategorien im Klaren sein. Für nicht-kommerzielle Veranstaltungen sind keine Gebühren erforderlich, solange die FIFA-Regeln eingehalten werden. Bei speziellen nicht-kommerziellen Events mit über 5.000 Zuschauern ist jedoch eine kostenlose Lizenz erforderlich. Kommerzielle Veranstaltungen, die Eintritt oder Sponsoring beinhalten, erfordern eine kostenpflichtige Lizenz. Die Anmeldung sollte mindestens 4 bis 6 Wochen vor dem Event erfolgen, um Verzögerungen zu vermeiden.

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Darüber hinaus sollten Veranstalter auch die GEMA-Gebühren im Blick haben, die für die öffentliche Wiedergabe von TV-Übertragungen anfallen. Diese variieren je nach Veranstaltungsfläche und Zuschauerzahl, und ein Versäumnis der Anmeldung kann zu hohen Nachzahlungen führen.

Fazit: Auf die Plätze, fertig, WM!

Insgesamt bleibt abzuwarten, ob Mecklenburg-Vorpommern noch weitere Public-Viewing-Veranstaltungen auf die Beine stellen kann. Die Möglichkeiten sind gegeben, aber die Zeit drängt. Wer sich ein unvergessliches WM-Erlebnis in geselliger Runde wünscht, sollte sich rechtzeitig um die nötigen Genehmigungen kümmern und die Augen offen halten. Denn mit den richtigen Vorbereitungen steht einem spannenden Fußballsommer nichts mehr im Wege!