Heute ist der 19.04.2026 und die Basketballwelt in Rostock war wieder einmal im Ausnahmezustand. Die Rostock Seawolves mussten sich in einem spannenden Duell Ratiopharm Ulm mit 68:75 geschlagen geben. Dabei war die Ausgangslage für die Seawolves alles andere als rosig, denn sie stehen nun als Neunter unter Druck, um die Play-ins zu erreichen. Trainer Przemysław Frasunkiewicz war nach dem Spiel sichtlich unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die in der zweiten Halbzeit nicht an die starke Vorstellung des ersten Viertels anknüpfen konnte, welches mit 15:11 für Rostock endete.
Die Partie nahm eine dramatische Wendung, nachdem Rostock im zweiten Viertel ins Straucheln geriet. Frasunkiewicz sah sich gezwungen, bei 22:31 eine Auszeit zu nehmen, um seinen Spielern den Kopf zurechtzurücken. Trotz der geschilderten Probleme, wie einem Kabelsalat, der den Spielstart verzögerte, und einem kleinen Kind, das das Spielfeld betrat, blieben beide Teams kämpferisch. Ulm, der nach drei Niederlagen in Folge ebenfalls mit Selbstvertrauensproblemen zu kämpfen hatte, fand jedoch zurück in die Erfolgsspur und sicherte sich mit diesem Sieg den 6. Platz in der Tabelle.
Ein Blick auf die Spielverläufe
Die Rostocker zeigten sich vor allem nach der Halbzeit stark und drehten die Partie, angeführt von den Spielern T.J. Crockett und Lansdowne. Ulm hingegen startete mit einem beeindruckenden 12:0-Lauf ins erste Viertel und führte zur Halbzeit mit 36:33. Im dritten Viertel schaffte es Rostock, den Spieß umzudrehen und lag sogar mit 61:57 in Führung. Doch die Ulmer waren nicht gewillt, die Punkte kampflos abzugeben. Im letzten Viertel legten sie mit einem starken Start nach und entschieden das Spiel in den letzten Minuten für sich.
Im spannenden Schlussabschnitt, 71 Sekunden vor Schluss, stand es noch 65:66, als Owen Klassen gefoult wurde. Die Schiedsrichter diskutierten über die Foulentscheidung und änderten sie schließlich in ein normales Foul. Klassen verwandelte einen Freiwurf, der Ball ging jedoch sofort wieder an Ulm. Letztendlich konnte Rostock trotz engagierter Leistung und wichtiger Punkte durch zweite Bälle nicht gewinnen. Christian Sengfelder war mit 22 Punkten der beste Werfer des Spiels und trug maßgeblich zum Sieg von Ratiopharm Ulm bei.
Die Situation in der Liga
Mit dieser Niederlage sieht sich Rostock in einer angespannten Position. Das Team muss dringend punkten, um im Rennen um die Play-ins zu bleiben. In der Zwischenzeit hat Braunschweig im Abstiegskampf gegen Syntainics MBC mit 112:93 gewonnen und hat nun nur noch vier Punkte Rückstand auf den 16. Platz. Während Ulm sich auf die kommenden Herausforderungen im EuroCup gegen Athen vorbereitet, wird Rostock am Sonntag gegen Heidelberg antreten müssen, um die Wende herbeizuführen.
Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, nicht nur für die Seawolves, sondern für die gesamte Liga. Der Kampf um die Playoffs und gegen den Abstieg verspricht spannende Begegnungen in den nächsten Wochen!