Heute ist der 20.04.2026 und die maritime Stadt Wilhelmshaven bereitet sich auf eine aufregende Woche vor. Vom 22. bis 26. April findet hier die Übung „SAREx Wilhelmshaven 2026“ statt, ausgerichtet von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Ein Ereignis, das nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch die gesamte Region in Atem hält. Ziel der Übung ist es, Schiffbrüchige zu retten, Havarien zu meistern und Verletzte medizinisch zu versorgen. In diesem Jahr wird Wilhelmshaven zum sechsten Mal zum Schauplatz dieser wichtigen Rettungsübung.

Insgesamt sieben Rettungseinheiten der DGzRS sowie externe Schiffe und Hubschrauber beteiligen sich an der Übung. Besonders spannend: Die Szenarien werden den Besatzungen erst bei Alarmierung mitgeteilt, was für realistische Bedingungen sorgt. An den Trainingstagen, die auf Donnerstag, Freitag und Samstag fallen, liegt der Fokus auf der Übergabe von Schiffbrüchigen, der Rettung aus engen Schiffsinnenräumen, den SAR-Einsatzverfahren und der technischen Navigation. Unterstützung erhalten die Rettungskräfte von Verletztendarstellern der Emergency Training Group (ETG) von I.S.A.R. Germany, die dafür sorgen, dass die Einsätze so realistisch wie möglich ablaufen.

Einblicke in die Übung

Am zweiten Übungstag wird es spannend. Eine Kutterbesatzung meldet eine Notlage: Ein Fischkutter treibt ohne Fahrt in Richtung Muschelbänke. Die freiwillige Seenotretterin Sabrina Most hat ihren Kollegen Jannick Budahn auf der MERVI abgelöst und macht sich mit ihrem Team auf den Weg. Bei der Annäherung an das Havaristenschiff hören sie Schreie und sehen eine Frau, die hektisch winkt. Doch die Situation ist nicht so einfach, wie sie scheint. Die Frau gehört zu den Verletztendarstellern des ETG-Teams.

Die Besatzung der MERVI hat bereits Erfahrung mit der Suche nach vermissten Stehpaddlern, aber die aktuelle Lage wird von den Rettungsdiensten als „Chaosphase“ bezeichnet. Wichtige Fragen drängen sich auf: Wer befindet sich an Bord? Wird jemand vermisst? Wer kann Auskunft geben? Die Gefahren sind vielfältig und reichen von Unterkühlungen über offene Brüche bis hin zu Schädel-Hirn-Traumata. Auf dem Havaristen lauern Gefahren an Deck, im Maschinenraum und sogar in der Rettungsinsel. Technische Herausforderungen wie Wassereinbruch und Drift in Gefahrenbereiche machen die Situation nicht einfacher.

Gemeinsam stark

Die Übung „SAREx Wilhelmshaven 2026“ ist ein bedeutender Teil der Vorbereitung der Seenotretter auf den Ernstfall. Mit der Teilnahme von Seenotrettungskreuzern wie der „Hans Hackmack“, „Eugen“ und „Pidder Lüng“ sowie verschiedenen Seenotrettungsbooten, und nicht zuletzt den Hubschraubern der Marineflieger, NHC Northern Helicopter und ADAC-Rettungshubschrauber, wird hier die Zusammenarbeit aller Beteiligten geübt. Auch der Schlepper „Fairplay 34“ der Fairplay Towage Group spielt eine Rolle als Havaristendarsteller, was die Übung noch realistischer gestaltet.

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Insgesamt zeigt die Übung eindrucksvoll, wie wichtig die Zusammenarbeit von verschiedenen Rettungsdiensten ist. Sie alle haben das gemeinsame Ziel, Menschenleben zu retten und in Notsituationen schnell und effektiv zu handeln. Die SAREx bietet nicht nur eine Plattform für Training und Verbesserung der Fähigkeiten, sondern ist auch ein Zeichen für das Engagement und die Professionalität der Seenotretter in Deutschland.