Evelyn Hollmann: Neue Gleichstellungsbeauftragte für den Landkreis Celle!

Evelyn Hollmann: Neue Gleichstellungsbeauftragte für den Landkreis Celle!
Am 28. August 2025 gab es Grund zur Freude im Landkreis Celle: Der Kreistag hat einstimmig Evelyn Hollmann zur neuen Gleichstellungsbeauftragten berufen. Damit geht der Landkreis einen weiteren Schritt in Richtung Gleichstellung und Chancengerechtigkeit. Der Kreistagsvorsitzende Dirk-Ulrich Mende und Landrat Axel Flader gratulierten der erfahrenen Kämpferin für die Gleichstellung nach ihrer Berufung und stimmten darin überein, dass sie die richtige Wahl getroffen haben.
Evelyn Hollmann bringt prominente Erfahrungen aus ihrer Zeit als Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Wathlingen und der Gemeinde Uetze sowie im Jobcenter des Landkreises Celle mit. Mit ihrer Expertise hat sie sich nicht nur gegen Gewalt an Frauen eingesetzt, sondern auch für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für mehr Chancengerechtigkeit stark gemacht. „Wir freuen uns, dass wir mit Hollmann eine engagierte und erfahrene Persönlichkeit gewinnen konnten, die die Gleichstellungsarbeit in unserer Region voranbringen wird“, so Landrat Flader.
Schwerpunkte der neuen Gleichstellungsbeauftragten
Hollmann hat ehrgeizige Pläne für ihre Amtszeit. Ihre Hauptaugenmerke wird sie auf die Chancengleichheit in Bildung und Beruf, die Unterstützung von Familien sowie die Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt legen. Sie möchte die Gleichstellungsarbeit für alle Bürger:innen sichtbar, nahbar und besonders wirksam gestalten. Dabei setzt sie auf einen regen Dialog und ein starkes Netzwerk sowie praktische Hilfsangebote, um das Thema Gleichstellung im Landkreis Celle aktiv zu fördern.
Die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten ist es, die Behördenleitung sowie die nachgeordneten Organisationseinheiten zu unterstützen und geeignete Methoden zur Umsetzung der Gleichstellung zu entwickeln. Und auch die Prinzipien, die für Männer und Frauen gelten, sind klar definiert. Dazu zählen unter anderem die gleiche Mitwirkung an öffentlichen Entscheidungsprozessen sowie die gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben, die eigenständige Finanzsicherung und die gleiche Bezahlung bei gleicher Tätigkeit. Diese Grundsätze sind wichtig, um Chancengleichheit fest im Verwaltungshandeln zu verankern, wie lrakn.de betont.
Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen bleiben nicht aus, denn die Gleichstellung zwischen Geschlechtern beeinflusst nach wie vor die Bildungs- und Berufschancen. Laut einem aktuellen Bericht der bpb.de sind geschlechtsspezifische Unterschiede nach wie vor ein großes Thema. Dies spiegelt sich auch in der Statistik wider. So zeigt sich beispielsweise, dass im Abgangsjahr 2022 der Männeranteil ohne Schulabschluss bei 61,6 % lag, während bei den Frauen dieser Wert nur bei 38,4 % liegt. Auch im Bereich der MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind Männer überwiegend vertreten, während der Frauenanteil in diesem Bereich seit Jahren bei ca. 10,8 % stagniert.
Hollmann wird sich mit ihrer Arbeit dafür einsetzen, dass diese Ungleichheiten abgebaut werden. „Es geht nicht nur um Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch um die Vielfalt in der Gesellschaft. Alle sollen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Glauben oder sexueller Orientierung die gleichen Chancen haben“, so der Tenor ihrer Vision. An den kommenden internationalen Frauentagen plant sie Aktivitäten, um auf diese Themen aufmerksam zu machen und konkrete Hilfsangebote zu vermitteln.
Mit Evelyn Hollmann hat der Landkreis Celle eine starke Präsenz in der Gleichstellungsarbeit gefunden, die mit einem klaren Plan und dem unermüdlichen Willen zur Veränderung an das Werk geht. Die Bürger:innen dürfen gespannt sein, welche Fortschritte und Initiativen in den nächsten Jahren auf sie warten.